Zwei Bündner Spitäler testen neuen Rettungs-Stützpunkt

Die Sanitäter der Rettung Mittelbünden rücken immer häufiger aus – dies vor allem in der Region Lenzerheide. Nun wird dort, auf Kosten eines anderen, ein neuer Stützpunkt getestet.

, 4. August 2022, 12:48
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Seit November 2019 führen die beiden Spitäler Center da Sanadad Savognin SA und Spital Thusis gemeinsam die Rettung Mittelbünden. Von den Stützpunkten Savognin, Tiefencastel und Thusis aus wird die gesamte Region Mittelbünden versorgt. Die Nachfrage steige laufend an, heisst es in der Mitteilung an die Medien. 
2021 wurden insgesamt 1530 Einsätze geleistet. Im ersten Quartal stiegen die Zahlen nochmals massiv an. Sehr viele der Einsätze fallen in den Tourismusgemeinden Vaz/Obervaz und Lantsch/Lenz an. 

Ein Standort fällt weg

Diesem Umstand will man nun Rechnung tragen, weshalb die Stützpunktsituation versuchsweise neu geregelt wird: Ab sofort wird die Rettung Mittelbünden in einer Testphase bis voraussichtlich 16. Oktober in der Lenzerheide neu einen Stützpunkt betreiben. Der Stützpunkt Tiefencastel wird vorübergehend geschlossen.
«Damit können die Hilfsfristen für die Patientinnen und Patienten verbessert und das gesamte Gesundheitswesen in dieser Region gestärkt werden», ist weiter zu lesen. 
Das Albulatal und die Region bis Schmitten, welche ebenfalls zur Gesundheitsversorgungsregion Viamala/Albula gehören, werden weiterhin durch den 24-Stunden-Stützpunkt Savognin und den neuen Stützpunkt Lenzerheide versorgt.
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