Wie ein E-Mail die Arzt-Patienten-Kommunikation verbessern soll

In den USA fassen gewisse Spitäler nach einer Behandlung bei ihren Patienten nach. Per E-Mail: personalisiert und automatisiert.

, 3. Februar 2016, 11:06
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Das kalifornische Start-Up HealthLoop will die Patienten-Arzt-Kommunikation verbessern. Und zwar per E-Mail, wie das Portal «Healthcare IT News» berichtet.
Täglich erhalten Patienten vor oder nach ihrem Spitalaufenthalt E-Mails. Dort steht zum Beispiel: «Wie geht es Ihnen? Damit ich sicherstellen kann, dass es Ihnen gut, habe ich heute vier Fragen für Sie...» Die elektronischen Nachrichten sind laut Bericht automatisiert, aber personalisiert. Für Unterstützung helfen standardisierte Vorlagen.

Krankenhausaufenthalte vermeiden

Je nachdem muss der Patient dann mit Ja oder Nein antworten. Der Bericht erwähnt ein Beispiel: Ein 66-jähriger Mann antwortet nach einer Knie-OP auf eine bestimmte Frage mit «Ja», was das «Programm» zu einer sofortigen Ultraschalluntersuchung veranlasste. Die Untersuchung beim Arzt bestätigte dann ein Blutgerinnsel.
Mit diesem Nachfassen will HealthLoop vor allem Komplikationen und weitere Krankenhausaufenthalte vermeiden. Dies soll letztlich helfen, Geld zu sparen und die Qualität zu verbessern.

Erfinder ist ein Orthopäde

Gegründet hat HealthLoop Jordan Shlain, ein Orthopäde aus San Francisco. Er war auf der Suche nach einem besseren Weg, um mit seinen Patienten zu kommunizieren.
HealthLoop kommt bereits in mehreren Spitälern zum Einsatz: Klinik Cleveland, Kaiser Permanente in Süd-Kalifornien, Universitätsspital San Francisco oder im Newport Orthopädie-Institut in Orange County.
Ähnliche Anbieter von sogenannten «Automating Empathy-Programme» sind Wellframe, Curaspan und Infield Health. 
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