Warum Ärzte digitale Angebote durchaus mögen

Haus- und Fachärzte scheinen mit ihren digitalen Angeboten in der Praxis sehr zufrieden zu sein. Dies zumindest zeigt eine Umfrage eines Bewertungsportals in Deutschland.

, 30. Mai 2016, 08:59
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Jeder dritte Arzt in Deutschland bietet seinen Patienten an, Termine online zu buchen. Wie nun eine nicht-repräsentative Online-Befragung unter 1'382 Ärzten aus Deutschland zeigt, scheint die Wiederbenutzungsbereitschaft der Mediziner hoch zu sein; durchgeführt wurde die Umfrage vom Arztempfehlungsportal Jameda.

  • Danach sind 96 Prozent der Mediziner, die bereits online einen Termin vergeben haben, auch bereit, diesen Service erneut anzubieten.
  • Die Wiederbenutzungsbereitschaft der Umfrageteilnehmer bei Online-Rezepten beträgt 94 Prozent.
  • 93 Prozent der befragten Ärzten würden auch Telemonitoring weiter benutzen.
  • 86 Prozent der Befragten sind bereit, ihren Patienten den Service der Online-Sprechstunde anzubieten.
  • Die Wiederbenutzungsbereitschaft der Umfrageteilnehmer bei Online-Patientenakten beträgt 85 Prozent.

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Die Wiederbenutzungsbereitschaft von digitalen Angeboten ist in Deutschland laut einer Umfrage sehr hoch. (Bild: Jameda)
Als Gründe für eine Online-Terminbuchung nannten die Ärzte: 

  • erfolgreiche Patientenansprache, 
  • die Chance, einen besonderen Service zu bieten,
  • oder ein Alleinstellungsmerkmal, um sich von anderen Praxen abzuheben. 

Auch unter den Ärzten, die in ihrer Praxis bisher keine Online-Terminbuchung anbieten, sei das Interesse gross: 46 Prozent gaben an, daran interessiert zu sein.
Rund 80 Prozent der Patienten wünschen laut Deutschlands grösste Arztempfehlung die digitale Arztpraxis. Zeitersparnis und – je nach Angebot – das Gefühl von mehr Sicherheit sind die wichtigsten Motive für den Patientenwunsch nach digitalen Services in der Arztpraxis.
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