Uniklinik Balgrist: Plattform für die nächste Chirurgen-Generation

Die auf den Bewegungsapparat spezialisierte Klinik Balgrist plant ein neuartiges chirurgisches Forschungs- und Lehrzentrum. Dieses soll Innovationen für die moderne Chirurgie ermöglichen.

, 21. September 2021, 09:00
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Die Universitätsklinik Balgrist baut einen neuen Simulations-Operationssaal, fokussiert auf die Orthopädie, jedoch offen für den Fachbereich Chirurgie. Das Forschungs- und Lehrzentrum soll die «Translation» von Forschung in den chirurgischen Alltag ermöglichen, im Zusammenhang mit neuen Technologien der Augmentierten Realität (AR), Robotik und Künstlichen Intelligenz (KI) in der Chirurgie. 
Mit dem sogenannten Projekt «OR-X – Operation Room X» wird eine Infrastruktur geschaffen, die dazu beiträgt, bei der Entwicklung von chirurgischen Innovationen «an vorderster Forschungsfront mitzuwirken», wie die Universitätsklinik Balgrist am Dienstag mitteilt. 

Neue Möglichkeiten in der Ausbildung und Lehre

Die auf den Bewegungsapparat spezialisierte Klinik rechnet mit Investitionen von 10 bis 12 Millionen Franken. Der Baubeginn ist für 2022 geplant, bereits im ersten Quartal 2023 wird der Balgrist den OR-X für die Testphase in Betrieb nehmen. Initiator des Projektes ist Mazda Farshad, der Medizinische Direktor der Universitätsklinik.
Weiter Vorteile der neuen Plattform seien die neuen Möglichkeiten in der Ausbildung und Lehre. Angehende Chirurginnen und Chirurgen sollen in einer möglichst realitätsnahen Operationsumgebung lernen und Erfahrungen sammeln können – ohne die Patientensicherheit zu gefährden. Gleichzeitig können gemäss Mitteilung erfahrene Operateure neue experimentelle Eingriffe durchführen und weiterentwickeln.

Projekt «Surgent» als Treiber für die Plattform

Das Flagship-Projekt «Surgent» ist einer der Gründe, weshalb die Uniklinik Balgrist den OR-X aufbaut. Surgeon Enhancing Technologies (Surgent) ist ein interdisziplinäres Projekt der Hochschulmedizin Zürich. Es hat zum Ziel, biomechanische Computersimulationen und Augmented Reality (AR) zu nutzen, und so neue Standards für die Planung und Durchführung von Präzisionsoperationen im Bereich der Orthopädie zu setzen.
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