Insel Gruppe: Zwei Forschende erhalten massive Geld-Spritze

Zwei an der Insel Gruppe forschende Wissenschaftler erhalten je rund zwei Millionen Franken für ihre Projekte – eine Hirn-Forscherin und ein Schlaf-Wissenschaftler.

, 19. Januar 2017 um 09:08
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Eine Biologin und ein Neurobiologe, die am Universitätsspital Bern (Inselspital) und an der Universität forschen, empfangen vom Europäischen Forschungsrat einen «Consolidator Grant» von rund zwei Millionen Franken. Dies teilt die Universität Bern mit.
Hirnerkrankungen: 2,2 Millionen Franken 
Smita Saxena: Gruppenleiterin am Departement für Neurologie, Inselspital; Departement Klinische Forschung Universität Bern.
Die Gruppe um Smita Saxena hat Zellbeschädigungen untersucht und geht der Frage nach, inwiefern diese zu Alzheimer, Parkinson oder Demenz beitragen. Sie hat einen neuronalen Schaltkreis entdeckt, dessen Beschädigung sich auf wichtige Signalwege von Zellen auswirkt und zu Nervenschädigungen führt. Mit Hilfe der Fördergelder will Saxena mit ihrem Team nun mehr über die Ursachen und Mechanismen von neurodegenerativen Krankheiten herausfinden.
Schlafforschung: 2 Millionen Franken
Antoine Adamantidis: Gruppenleiter Schlaf-Wach-Epilepsie-Zentrum Neurologie, Inselspital; Departement Klinische Forschung Universität Bern.
Adamantidis und sein Team haben einen neuen neuronalen Schaltkreis zwischen zwei Regionen des Zwischenhirns – dem Hypothalamus und dem Thalamus – entdeckt. Wird dieser Schaltkreis aktiviert, unterbricht er den leichten Schlaf. Blockierten die Forschenden diesen Schaltkreis, wurde der leichte Schlaf tiefer. Das unterstützte Projekt soll nun das Verständnis des Schlaf-Wach-Zyklus im Gehirn und von Schlafstörungen fördern.

«Consolidator Grant»

Der von der Europäischen Union 2007 gegründete «European Research Council» (ERC) ist die wichtigste Förderagentur für europäische Spitzen-Grundlagenforschung. Seine Aufgabe und sein Anspruch ist die Förderung der freien Forschung der besten Forschenden Europas. Die Consolidator Grants haben zum Ziel, herausragende Forscherinnen und Forscher beim Aufbau von unabhängigen Gruppen zu unterstützen und ihre bereits gestartete Karriere weiter zu fördern.
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