Swiss Healthcare Startups: Gesundheits-Firmen auf dem Präsentierteller

Schweizer Gesundheits-Startups können sich auf einer neuen Plattform vernetzen, Veranstaltungsreihe inklusive. Dort kann man auch Mediziner kennenlernen, die unternehmerisch tätig sind.

, 1. Juli 2016 um 10:00
image
  • trends
  • e-health
  • swiss healthcare startups
Eine neue Organisation will helfen, das Potential von Schweizer Gesundheits-Jungunternehmen auszuschöpfen und besser zu fördern: Swiss Healthcare Startups wurde von mehreren Unternehmern gegründet – so Gieri Cathomas, ausgebildeter Arzt, ehemaliger Hirslanden-Manager und Mitgründer von DocApp; von Urs Stromer, einem der «Anschieber» des Bundesprojektes eHealth; oder von Fabian Unteregger, dem Arzt, der als Standup Comedian bekannt wurde.
image
Wie man fördern will? Ein erstes Beispiel gab es vorgestern auf einer Dachterasse am Zürcher Bahnhofplatz. Unterm Motto «Grill the Startups» präsentierten sich sechs Health-Jungunternehmen einem Fach- und Investorenpublikum, moderiert von Fabian Unteregger
In 2minütigen Kurzinterviews lernten die Gäste aus der Spitalszene, aus eHealth-Entwicklungsfirmen wie der Post oder von Investment-Firmen wie Redalpine den Kern des jeweiligen Startups kennen. Danach forschte Fabian Unteregger weiter und fahndete nach heiklen Punkten – ob bei den Kosten oder im Innovationsmodell.
Wen konnte man also kennenlernen?

Vedavi Medical, präsentiert von Moritz Schwyter.

Das Unternehmen aus Zürich (mit einem Entwicklungsstandbein in Kiew) entwickelt Virtual-Reality-Darstellungen für die medizinische Ausbildung oder die OP-Planung. Kostengünstig soll über 3-D-Modellierung ermöglicht werden, die Anatomie kennen zu lernen, Eingriffe zu üben oder im Voraus zu diskutieren.
Asimov Medical, präsentiert von Kirill Karlin. 
Der Arzt Kirill Karlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Programme zu entwickeln, mit denen Mediziner chaotische Daten strukturieren können. Das soll einerseits helfen, rasch präzise Schlüsse zu ziehen, aber auch in der klinischen und pharmazeutischen Forschung.

 

Evidentia, präsentiert von Beat Steinegger

Das neue Schweizer Joint-Venture steigt in einen Markt ein, der eigentlich schon recht voll erscheint: Evidentia ist ein deutschsprachiges Internetportal, welches Ärzten und Medizinstudenten ein breites und aktuelles evidenzbasiertes Wissen und Werkzeuge anbieten will. Ein Kernstück ist zum Beispiel ein Kompendium der zugelassenen Medikamente.

Smoothline, präsentiert von Philippe Snozzi

Hier könnte man sagen: Spezialisierung in der Spezialisierung. Smoothline ist eine auf ästhetische Gesichtsbehandlungen – insbesondere Faltenbehandlungen – konzentrierte Klinik in Zürich. Und eigentlich ist es kein Startup mehr, denn Smoothline wurde 2007 gegründet, als erste einzig auf Botulinum und Filler spezialisierte Klinik. Inzwischen aber gibt es bereits Ableger in Winterthur und München.

Rehaptix, präsentiert von Marie-Christine Fluet

Entstanden aus der ETH Zürich, entwickelt Rehaptix eine App, mit der sich die motorischen Funktionen der oberen Extremitäten trainieren und überwachen lassen. Eingesetzt werden soll die App dereinst bei Patienten mit Hirnverletzungen. Beispielsweise enthält die App eine Reihe von Tests, welche dann mittels Tablet absolviert werden können. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Luzern: Ende des Ärzte- und Pflegemangels in Sicht?

Im vergangenen Jahr wurden 10 Prozent mehr Bewilligungen für Gesundheitsberufe erteilt.

image

Erfolg für Jungunternehmen im Biotech- und Medtech-Bereich

Viele Start-Up-Unternehmen hatten letztes Jahr grosse Mühe, Investoren zu finden. Biotech und Medtech gehörten aber zu den Gewinnern.

image

Die Menschen fühlen sich so gesund wie vor Corona

Die Covid-Turbulenzen konnten der gesundheitlichen Selbstsicherheit von Herrn und Frau Schweizer wenig anhaben: Dies besagen neue Daten.

image

Erste Transplantation mit«DaVinci-Xi-System» am Kantonsspital St. Gallen

Erstmals wurde am KSSG die Niere eines Lebendspenders mit Hilfe chirurgischer Robotik entnommen.

image

Effizienz durch digitale Prozesse

Schwarzwald-Baar Klinikum meistert Hürden der Anbindung von HYDMedia an das LE-Portal

image

Knieprothetik: KSBL setzt auf J&J Robotertechnik

Damit kann eine noch höhere Präzision erreicht werden.

Vom gleichen Autor

image

Überarztung: Wer rückfordern will, braucht Beweise

Das Bundesgericht greift in die WZW-Ermittlungsverfahren ein: Ein Grundsatzurteil dürfte die gängigen Prozesse umkrempeln.

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.