Unterschiedliche Auffassung: Engadiner Spitaldirektor Beat Moll geht

Christoph Jäggi übernimmt die Führung der Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO) interimistisch von Beat Moll. Zur Stiftung gehört das Spital Oberengadin mit über 400 Mitarbeitenden.

, 7. Dezember 2021, 06:30
image
Bei der Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO) kommt es zu einem Führungswechsel. Der Verwaltungsrat und CEO Beat Moll beenden ihre über dreijährige Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen. Die SGO bestätigt gegenüber Medinside eine entsprechende Meldung der «Engadiner Post». Der ehemalige Direktor bei der CSS Gruppe hat vor drei Jahren von der Seeklinik Brunnen nach Samedan gewechselt. 
Wie üblich: «Die unterschiedliche Auffassung über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung sowie die Ausrichtung des Projektportfolios haben zu diesem Entscheid geführt», schreibt die Stiftung, zu der das Spital Oberengadin in Samedan mit 400 Mitarbeitenden, ein Pflegeheim und die Spitex Oberengadin gehört.  

Stiftung startet mit der Regelung der Nachfolge

Die Stiftung dankt Beat Moll für «seinen grossen Einsatz» und die Weiterentwicklung der Organisation. Wesentliche Massnahmen und Projekte seien angestossen und umgesetzt worden, heisst es. Unter anderem die Inbetriebnahme des stationären Bereichs im fünften und sechsten Stock sowie der Umbau im Erdgeschoss. Und auch die Herausforderungen der Corona-Pandemie habe die SGO unter der Leitung von Moll bisher sehr gut gemeistert.
Im Dezember erfolgt gemäss Stiftung eine Übergabe an Christoph Jäggi, der die Führung bis zur definitiven Regelung der Nachfolge interimistisch übernimmt. Jäggi verfüge über Erfahrungen in Spitälern und Gesundheitsinstitutionen und sei im Gesundheitswesen bestens vernetzt, heisst es. Er war über 20 Jahre lang Managing Partner bei Walker Project, eine auf das Gesundheitswesen spezialisierte Unternehmensberatungsfirma. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Dieses Spital darf nicht so gross werden wie geplant

Es ist zu teuer: Das neue Schaffhauser Kantonsspital muss um 50 Millionen Franken billiger werden. Das hat der Spitalrat beschlossen.

image

Protest in Lausanne: Angestellte des Unispitals wollen mehr Lohn

Rund 250 Mitarbeitende des Universitätsspitals Chuv und Gewerkschaftsvertreter protestieren vor dem Hauptgebäude für einen vollen Teuerungsausgleich.

image

Die HFR-Operationszentren haben einen neuen Chefarzt

Pavel Kricka leitet neu als Chefarzt die Operationszentren des Freiburger Spitals (HFR). Er ist Nachfolger von Rolf Wymann.

image

Kantonsspital Glarus muss neuen Pflegechef suchen

Markus Loosli verlässt das Kantonsspital Glarus – aus privaten Gründen, heisst es.

image

Konflikt zwischen Unispital und Personal wegen Long-Covid

Aufgrund von Long-Covid-Symptomen ist es Pflegekräften nicht mehr möglich, zur Arbeit ins Genfer Unispital zurückzukehren. Die Lösung soll nun offenbar die Entlassung sein.

image

Privatklinikbesitzer gilt als «nicht erfolgreich integriert»

Michel Reybier wird die Einbürgerung verweigert. Der 77-jährige Miteigentümer von Swiss Medical Network war zu schnell mit dem Auto unterwegs.

Vom gleichen Autor

image

Berner Arzt hat Aufklärungspflicht doch nicht verletzt

Im Fall einer Nasen-OP mit Komplikationen verneint das Bundesgericht eine Pflichtverletzung eines Berner HNO-Arztes. Die Vorinstanzen haben noch anders entschieden.

image

Warum hunderte Pflegekräfte derzeit «Rücktrittsschreiben» verfassen

Eigentlich möchten viele Pflegefachpersonen ihrem Beruf gar nicht den Rücken kehren. Doch das System zwingt sie dazu, wie eine aktuelle Kampagne in den USA exemplarisch zeigt.

image

Ärzte erhalten von Ärzten eine Sonderbehandlung

Ärzte als Patienten kriegen bestimmte Privilegien, die andere Patienten oder Patientinnen nicht erhalten würden. Dies sagt die grosse Mehrheit der in einer Studie befragten Ärzte.