«Wir müssen auch über die Finanzierung der Prämien diskutieren»

Rolf Gilgen, Direktor des Spitals Bülach, diskutierte mit Patientenschützerin Brida von Castelberg und Helsana-Manager Rudolf Bruder über die stark steigenden Gesundheitskosten.

, 22. August 2017, 13:35
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Das Gespräch in der aktuellen Sendung «Eco Talk» auf SRF drehte sich unter anderem um Spitalschliessungen, Mindestfallzahlen oder um das Prinzip ambulant vor stationär. Einig waren sich Rudolf Bruder, Rolf Gilgen und Brida von Castelberg, dass viele Menschen unter der Last der Prämien ächzen. 
Diese Entwicklung bezeichnete Rolf Gilgen als «unschön». «Wir dürfen die Diskussion aber nicht einseitig über die Kosten führen», sagte der Direktor des Spitals Bülach. Das sei wichtig. 

Mehr Koordination nötig

«Wir müssen auch über die Finanzierung der Prämien diskutieren». Vielleicht sei die Kopfprämie ja ein Teil des Problems, fügte er hinzu. Man könnte über einkommensabhängige Prämien diskutieren, sagte Gilgen weiter, der jahrelang auch das Stadtspital Waid geführt hatte. 
«Es gibt sehr viele Leute, für die ist es nicht so schlimm, hohe Prämien zu bezahlen», glaubt der Jurist und ehemalige Geschäftsleiter des Verbandes Zürcher Krankenhäuser (VZK). 
Um das Gesundheitswesen und die Kosten schliesslich in den Griff zu bekommen, benötigt es ihm zufolge Kooperationen und integrierte Versorgungssysteme. «Man muss über die Kantonsgrenzen hinaus denken», sagte der Spitaldirektor des Spitals Bülach. 

Rudolf Bruder, Leiter Kundenservice & Leistungen Helsana

  • Rolf Gilgen, Direktor Spital Bülach
  • Brida von Castelberg, Vizepräsidentin SPO, ehemalige Chefärztin Triemli-Spital
  • Die ganze Sendung: ECO Talk: «Wie bekommen wir die Spitalkosten in den Griff?», 21. August 2017.
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