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Optimierungen in der Langzeitpflege aktiv angehen – Verschwendungen reduzieren

Erschöpftes und überfordertes Pflegepersonal, lange Wartezeiten und unnötige Ressourcenverschwendung. Wie in der Langzeitpflege mit strukturierten Prozessen und einer interaktiven Wissensplattform die Bewohnerzufriedenheit erhöht und das Pflegepersonal entlastet wird.

, 21. Oktober 2020 um 06:00
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Verschwendung mit dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess vermeiden

In vielen Schweizer Spitälern konnten mit verschiedenen Lean Management - Instrumenten Leerläufe und Verschwendungen reduziert werden. Auch in anderen Bereichen des Gesundheitswesens und insbesondere in der Langzeitpflege werden solche Konzepte immer wichtiger, sagt Nadine Vögeli, Inhaberin der Vogelfrei Consulting. Das Ziel von Lean Management und einer konsequenten Bewohner-/Kundenzentrierung muss sein, mit kontinuierlichen Verbesserungen eine gesteigerte Behandlungs- und Pflegequalität zu erreichen und gleichzeitig Verschwendungen möglichst zu vermeiden. Eines der Resultate ist eine hohe Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörigen. Ein weiterer Pluspunkt sind motivierte Mitarbeitende, weil mehr Ressourcen und Zeit für die eigentliche Pflege und Betreuung zur Verfügung stehen und die Qualität verbessert werden kann. Je nach Ausganglage können 5 – 15 % der Arbeitszeit gezielter und sinnvoller, zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner, eingesetzt und nebenbei auch merklich Kosten gesenkt werden. 
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Wege und Wartezeiten reduzieren mit mobilen IT-Pflegeplattformen

Für das Pflegen im Zimmer und am Bett werden mobile IT-Pflegeplattformen eingesetzt. Neben dem Erfassen und Nutzen von Patientendaten wird die Bewohnerin, der Bewohner unmittelbar betreut und gepflegt, seine Gesundheitsparameter erfasst und Medikamente abgegeben. Denn neben den IT-Komponenten (PC, Bildschirm oder Laptop) kann das spezifisch angepasste Pflege- und Hygienematerial sowie Medikamente unter Verschluss mitgeführt werden. Die Pflegewagen werden je nach Anforderung genau auf die einzelnen Stationen oder Pflegeanforderungen abgestimmt. Der modulare Aufbau ist wichtig, betont Roman Wittwer, der WAGNER VISUELL AG, welche Logistiklösungen für die Pflege anbietet. Die Prozesse verändern sich, die Wagen müssen entsprechend angepasst werden können. Zudem sollen sie ergonomisch konzipiert sein, sind sie doch der ständige Begleiter der Pflegefachperson. Mit solchen IT-Pflegewagen können Wege und Wartezeiten massiv eingespart werden. Dank der hohen Batteriekapazität kann mit geeigneten IT-Komponenten während mehr als zwei Arbeitsschichten stromunabhängig gearbeitet werden.

Finden statt Suchen mit einer interaktiven Wissensplattform

Wichtig ist auch das schnelle Finden von Informationen und Wissen. healthy+, ein Burgdorfer KMU hat sich diesem Thema mit der KnowledgeBase angenommen. In einer interaktiven Wissensplattform wird Wissen, Informationen, Behandlungs-Anleitungen etc. strukturiert und dem ganzen Team zugänglich gemacht, erklärt Yves Aeschbacher von healthy+. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Qualitätssteigerung in den Behandlungsprozessen und die Etablierung von Standards. Wichtige Informationen können einfach erfasst und vermittelt werden. Richtlinien und Handlungsanleitungen sind rasch auffindbar. Inhalte und Dokumente können verknüpft und so effizienter genutzt werden. Eine grosse Zeitersparnis, welche wieder Kapazität für die Betreuung der Bewohner frei macht.
Mit der KnowledgeBase wird zudem auch ein ortsunabhängiges und mobiles Arbeiten an den Informationen und Wissensinhalten der Organisation ermöglicht.
Mittels Community-Funktionen können zusätzlich Wissensinhalte mit Partnerorganisationen geteilt und so weiteres Synergiepotential optimal genutzt werden, was zusätzlich Zeit im Tagesbetrieb spart und damit für mehr Effizienz sorgt.

Mit strukturierten Pflegeprozessen Patientenzufriedenheit erhöhen und Pflegende entlasten

Standardisierte Pflegeprozesse sorgen für eine bessere Struktur im Alltag der BewohnerInnen und der Betreuenden. Definierte Abläufe schaffen Sicherheit und erhöhen die Qualität, erklärt Nadine Vögeli. Bewohnerinnen und Bewohner müssen weniger warten und betätigen seltener den Patientenruf, weil sie systematisch betreut, aber auch fortlaufend informiert werden. Deren Zufriedenheit steigt, das Fachpersonal wird entlastet und kann sich auf seine Kernaufgabe, das Pflegen und Betreuen konzentrieren. Wichtig dabei ist auch der regelmässige und standardisierte Informationsaustausch innerhalb des Betreuungsteams. Auch dazu gibt es wertvolle Instrumente und Hilfsmittel. Bereits mit kleinen Massnahmen kann die Betreuungsqualität verbessert werden, ohne dass höhere Ausgaben die Folgen sind. Mit gezielten Optimierungen und Standardisierungen können unnötige Kosten eingespart und die Ressourcen gezielter, zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner, eingesetzt werden. Ein Gewinn für alle!

Die Autoren

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Nadine Vögeli
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  • https://www.vogelfrei-consulting.ch

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Roman Wittwer
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Yves Aeschbacher
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