«Arztgeschenke»: Novartis muss Busse bezahlen

Der Pharmakonzern Novartis hätte Gymnastikbänder nicht an Ärzte verschenken dürfen. Dies hat ein Schiedsgericht in Deutschland entschieden.

, 20. Juni 2017, 09:03
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Auch Geschenke, die eigentlich für Patienten gedacht sind, können regelwidrig sein, wie ein Fall aus Deutschland zeigt. Dort hatte hatte Novartis rund 50’000 Gymnastikbänder in «Starterboxen» mit Informationsmaterial zusammengestellt.
Patienten, die auf ein nicht namentlich genanntes Medikament zur Behandlung von Atemwegserkrankungen eingestellt wurden, sollten die Starterbox dann über ihren Arzt bekommen. 

Mehrere Tausend Euro Busse

Damit hat der Pharmakonzern gegen die Kodex-Vorschriften der freiwilligen Selbstkontrolle der Arzneimittelindustrie (FSA) verstossen, wie ein Schiedsgericht rechtskräftig entschied.
Das Gremium verpflichtete den Pharmariesen, 30’000 Euro an eine gemeinnützige Vereinigung zu überweisen. Für jeden Fall einer weiteren Zuwiderhandlung drohen Bussen von jeweils 10’000 Euro.
Entscheid Schiedsgericht (FSA):
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