Nachsorge: Das Unispital Basel und Medgate spannen zusammen

Kürzere Spitalaufenthalte, Mitarbeiterentlastung, Kosteneinsparungen: Das Universitätsspital Basel (USB) sieht in der Zusammenarbeit mit dem Telemedizin-Anbieter verschiedene Vorteile.

, 14. Januar 2022, 07:30
image
Das Universitätsspital Basel (USB) und Medgate machen gemeinsame Sache. Das Spital und der Anbieter für Telemedizin und Digital Health würden künftig eine «enge Zusammenarbeit im Bereich der Nachsorge» eingehen, teilte das USB gestern mit.
Damit Patienten nach der Entlassung aus dem Spital auch zuhause betreut werden könnten, würden die Vorteile der Telemedizin genutzt, schreibt das USB weiter. Kürzere Spitalaufenthalte sollen so möglich sein. Das USB sieht darin verschiedene Vorteile: Spitalmitarbeiter würden entlastet und es könnten Kosten eingespart werden.

Ergänzung zu Hausärzten

Patienten werden nach einer Entlassung aus dem USB von den Ärzten von Medgate telemedizinisch betreut – dies geschieht über regelmässige Telekonsultationen. Je nach medizinschem Fall können die Patienten auch mit Apps und mobilen Geräten ausgestattet werden, mit denen Gesundheitsangaben und -daten erfasst und übermittelt werden können.
Diese Ansätze würden die bestehenden und weiterhin relevanten poststationären Versorgungsmöglichkeiten durch die Hausärzte ergänzen, schreibt das USB.

Beitrag zur digitalen Transformation

Die Zusammenarbeit zwischen dem USB und Medgate erfolgt im Rahmen des Flagship Forschungsprojekts «SHIFT: Smart Hospital – Integrated Framework, Tools & Solutions». Dieses wird von der Schweizer Agentur für Innovationsförderung Innosuisse unterstützt und «leistet mit einem Volumen von 5,7 Millionen Franken einen Beitrag zur digitalen Transformation des Gesundheitswesens am Beispiel Spital». 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Bundesgericht entscheidet über Kita-Beiträge des Unispitals

Kita-Subventionen seien grundsätzlich AHV-pflichtig, sagt das höchste Gericht der Schweiz. Dies hat nun finanzielle Konsequenzen für das Universitätsspital Basel.

image

Booster: Milde Schäden an Herzmuskel sind häufiger als angenommen

Ein Forschungsteam der Universität Basel und des Universitätsspitals Basel hat die Auswirkungen der Covid-19-Booster-Impfung auf den Herzmuskel untersucht.

image

Bethesda Spital: Wechsel in der Spitalleitung

Das Bethesda Spital holt Henrik Pfahler vom Basler Unispital und Ueli Zehnder vom Inselspital nach Basel.

image

Michael Osthoff wechselt vom Unispital nach Winterthur

Der Internist und Infektiologe übernimmt als Chefarzt die Leitung des Zentrums für Allgemeine Innere Medizin sowie der Klinik für Innere Medizin am Kantonsspital Winterthur.

image

Jeder siebte Patient will im Alleingang über Therapie entscheiden

Eine grosse Basler Studie zeigt, in welchem Ausmass Patientinnen und Patienten bei ihrer Behandlung mitbestimmen wollen.

image

Telemedizin: So will Medgate die Notfallstationen weiter entlasten

Der Telemedizin-Anbieter rekrutiert fleissig Personal und hat sein Angebot inzwischen auf zahlreiche neue Kantone ausgeweitet. Weitere sind im Visier.

Vom gleichen Autor

image

«Ich brauchte nach der Pause mindestens drei Jahre»

Daniela Fürer arbeitete rund eineinhalb Jahre als Intensivpflegefachfrau, dann wurde sie Mutter und machte eine lange Pause – bis zum Wiedereinstieg.

image

Quereinstieg Pflege: Hunger auf beruflichen Neubeginn

Der Rucksack von Annette Gallmann und Peter Kienzle ist gefüllt mit allerhand Arbeits- und Lebenserfahrung. Die 47-jährige Gastronomin und der 52-jährige Art Director machen die Ausbildung HF Pflege.

image

Hat das Stethoskop auf Arztfotos seine Berechtigung?

Ärztinnen und Ärzte werden fast immer mit einem Stethoskop um den Hals abgelichtet. Braucht’s das? Und: Ist das medizinische Diagnoseinstrument überhaupt noch zeitgemäss?