Tarmed: FMH und MTK sind sich uneinig

Die Ärzteverbindung FMH hat ein Angebot der Medizinal-Tarif-Kommission abgelehnt: Somit ist die Einführung der Tarifstruktur 007 auf Anfang April 2018 nicht mehr möglich.

, 26. März 2018, 07:50
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Weil der vom Bundesrat im Herbst verordnete Tarif-Eingriff nur den KVG-Bereich betrifft, mussten für andere Versicherungszweige wie das UVG neue Tarifverträge ausgehandelt werden. So hat die Medizinaltarif-Kommission UVG (MTK) hat anfangs März eine neue Tarifstruktur publiziert.
Die Ärztevereinigung FMH hat den Abschluss eines Vertrags an für die MTK nicht vertretbare Forderungen geknüpft, wie die Tarif-Kommission mitteilt. «Letztere wurden vom MTK-Vorstand nicht akzeptiert, was die FMH veranlasste, das Angebot der MTK abzulehnen».
Die Einführung der Tarifstruktur 007 auf den 1. April 2018 sei somit nicht mehr möglich, heisst es. Gemäss gültigem Vertrag mit der FMH kommt weiterhin die Tarifstruktur 1.08_BR zur Anwendung.

MTK offen für weitere Gespräche

Nicht betroffen davon sei der Vertrag mit H+. Dort konnten die Tarifparteien eine Einigung erzielen. Somit gilt laut MTK im ambulanten Spitalbereich ab dem 1.4.2018 wie geplant die Tarifstruktur 1.09 mit dem Zusatz 007.
«Der MTK-Vorstand bedauert den Entscheid der FMH, den Lösungsvorschlag der MTK abzulehnen», steht in der Mitteilung weiter. Die MTK sei weiterhin an einer gemeinsamen Lösung interessiert und offen für weitere Gespräche mit dem Tarifpartner.
Die Medizinaltarif-Kommission UVG (MTK) befasst sich mit der Regelung aller grundsätzlichen Fragen, die sich aus dem Medizinalrecht und den Medizinaltarifen für die Träger der obligatorischen Unfallversicherung ergeben. 
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