Liechtenstein: Mauro Pedrazzini will Medikamente aus dem Ausland

Patienten und Ärzte in Liechtenstein sollen Medikamente vermehrt im Ausland einkaufen – günstiger. Dies wünscht sich Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini.

, 10. August 2017, 08:27
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Im Ausland gekaufte Arzneimittel werden in Liechtenstein nur zum Teil von den Krankenversicherern bezahlt – wie in der Schweiz. Das Territorialitätsprinzip verbietet es.
Liechtensteins Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini sieht hier aber enormes Sparpotenzial. Er habe es bereits durchrechnen lassen, meldet die Liechtensteiner Zeitung «Vaterland».

«Preisvorteil nutzen»

Er wünsche sich von Patienten sowie Ärzten, dass sie Medikamente vermehrt im Ausland einkaufen. Pedrazzini fände es wünschenswert, wenn der Preisvorteil genutzt werden könnte.
Auch Ärzte profitieren ihm zufolge von günstigeren Preisen. In Liechtenstein werden Medikamente in der Regel nicht direkt in Apotheken bezogen, sondern meist in der Praxis.

Territorialitätsprinzip ist umstritten

«Das Interesse am Import von günstigen EU-Medikamenten seitens derer, die im Land Medikamente verkaufen, dürfte sich in Grenzen halten», sagt Pedrazzini weiter.
Die gleiche Diskussion läuft momentan in der Schweiz: Der Bundesrat lässt prüfen, ob im Ausland gekaufte Medikamente künftig von der Krankenkasse vergütet werden.
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