Kita-Konflikt am Luzerner Kantonsspital

Das Luzerner Kantonsspital will die hauseigene Kindertagestätte auslagern. Der Verband des Personals öffentlicher Dienste hat nun eine Online-Petition dagegen gestartet.

, 28. Juli 2015, 08:46
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Seit über 40 Jahren geniesst die Kindertagestätte am Kantonsspital Luzern einen guten Ruf. Nun soll damit Schluss sein. Denn das Spital will die Kita-Tätigkeit mit rund fünfzig Plätzen an die private Firma Small Foot GmbH auslagern.
Die langjährige Leiterin und 17 Angestellte verlieren ihre Stelle. Das sorgt beim Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) für rote Köpfe, wie das «Regionaljournal Zentralschweiz» berichtet.

Wie der Verband die Auslagerung stoppen will

Der VPOD kritisiert die intransparente Kommunikation des Spitals und sorgt sich um die Qualität nach der Auslagerung. Aus diesem Grund hat die Organisation auf ihrer Webseite eine Online-Petition gestartet.
Die Petition fordert das Luzerner Kantonsspital auf, die Auslagerung ihrer Kita an die Small Foot zu stoppen und die Qualitätsansprüche an Mitarbeitende und an die Betreuung aufrechtzuerhalten. Zudem will der Verband gemeinsame Gespräche.

Kantonsspital: «Unternehmerischer Entscheid»

Die letzte Forderung will das Kantonsspital einlösen. Am Freitag soll laut Personalleiterin Barbara Flubacher ein gemeinsames Treffen mit dem VPOD und den 17 betroffenen Mitarbeitern stattfinden.
Zwar setzen sich die beiden Parteien nun an einen Tisch, aber: «Der Entscheid, die Kita auszulagern, ist definitiv», wird Flubacher zitiert. Änderungen an der Organisation der Kita seien unumgänglich gewesen.
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