Interprofessionalität erhält eine politische Stimme

Aus der Plattform «Interprofessionalität in der primären Grundversorgung» wird ein breit abgestützter Verein, der sich auch in die politische Diskussion einbringen will.

, 23. Januar 2018, 08:34
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Vor vier Jahren lancierte der Verband der Schweizer Haus- und Kinderärzte (mfe) die Plattform «Interprofessionalität in der primären Grundversorgung». Mfe-Präsident Philippe Luchsinger: «Die Player im Schweizer Gesundheitswesen müssen Abschied nehmen vom Gärtchen-Denken.» Die Zukunft gehöre der fachübergreifenden Zusammenarbeit zwischen vernetzten Partnern, die sich auf Augenhöhe begegnen und ihr Know-how austauschen. 
Seit der Gründung haben Pflegefachleute, Hausärzte, Physiotherapeuten, Ernährungsberaterinnen, Praxisassistentinnen, Apotheker und Spitex-Vertreter die Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen genutzt und gemeinsame Grundlagen erarbeitet. Vorrangige Themen waren die Kompetenzprofile der Gesundheitsberufe, der Fachkräftemangel, die Schaffung von Qualitätskriterien und die Beurteilung interprofessioneller Projekte. 
Nun wollen die Akteure dem Thema mehr Gewicht verleihen und sich in Politik und Öffentlichkeit als Ansprechpartner positionieren. Dazu haben sie einen Verein gegründet mit Präsidentin Pia Fankhauser, Physiotherapeutin und Mitglied des Landrates Baselland (SP). 
Dies sind die Mitglieder des neuen Vereins:
  • Schweizerischer Verband der Medizinischen Praxisassistentinnen (SVA)
  • Association Spitex privée Suisse (ASPS)
  • Hausärzte Schweiz (mfe)
  • Pharmasuisse
  • Physioswiss
  • Schweizerischer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK)
  • Schweizerischer Verband der Ernährungsberaterinnen
  • Spitex Schweiz
  • Ergotherapeutinnen-Verband Schweiz (EVS)
  • Chirosuisse
  • Schweizerischer Ärzteverband (FMH)
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