In China steigt die Zahl der positiven Covid-Tests wieder an

Beim Corona-Erreger, der die Welt im Atem hält, kommt es zu Mutationen.

, 15. Juni 2020, 06:45
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Covid-19 schien in China weitgehend unter Kontrolle. Doch seit einigen Tagen treten in der Hauptstadt Peking gehäuft neue Ansteckungen auf. Dies im Umfeld eines Marktes, über den die Anlieferung der Lebensmittel für viele der 20 Millionen Einwohner Pekings angeliefert werden, wie Medien berichten.
Nun sollen rund 10'000 Händlerinnen und Mitarbeiter auf das Virus getestet werden. Von den am Samstag durchgeführten 500 Tests fielen 45 Infektionen positiv auf. Nach anderen Quellen standen 27 in Verbindung mit dem Markt.
Mehrere Medien berichten mit Verweis auf das Chinesische Gesundheitsamt zudem, dass der neue Erreger eine mutierte Version des bisherigen Erregers sei.

Positive Mutationen

Auch in Deutschland verändert sich das Virus, wie Virologe Christian Drosten vor wenigen Tagen in einem Podcast sagte. Er skizzierte dabei zwei Varianten: 
  1. Eine Möglichkeit sei, dass das sich das Virus besser an den Menschen adaptiere und künftig stärker die Nase befalle. Eine Ansteckung wäre dann im besten Fall ein Schnupfen. Doch selbst wenn es anschliessend immer noch die Lungen befalle: Weil der Schnupfen schnell einsetze, würde sich die Phase, in denen die Träger ansteckend wären, aber noch keine Symptome hätten, reduzieren. So sänke die Ansteckungsgefahr.
  2. Die zweite Variante wäre, dass das Virus grundsätzlich aggressiver würde. Was erst unerfreulich klingt, hätte auch sein Gutes. Auch hier würde die Erkrankung schneller erkannt. Und auch in diesem Fall würde die Übertragung besser eingedämmt.

Mutationen seien also in jedem Fall positiv, sagt Drosten.

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