Hôpital neuchâtelois: Verwaltungsrat greift durch

Das Defizit soll nächstes Jahr deutlich tiefer ausfallen. Unter anderem werden Betten geschlossen – und Entlassungen geprüft.

, 20. Dezember 2017 um 09:38
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Die Neuenburger Kantonsspital-Gruppe HNE rechnet für 2018 mit einem tieferen Defizit: Es soll 5,5 Millionen Franken betragen. Ein erstes Budget mit einem Minus von 8,5 Millionen Franken hatte der Verwaltungsrat im November abgelehnt.
Zum Vergleich: Für das laufende Jahr 2017 erwartet die HNH-Spitze ein Minus von 6,4 Millionen Franken. 
Kurz: Die Zahlen sollen nächstes Jahr etwas besser sein – und dies, obwohl das HNE beispielsweise erwartet, dass der Tarmed-Eingriff zu Mindereinnahmen von 5,5 bis 6 Millionen Franken führen wird. Hinzu komme, so die Mitteilung, dass auch für die DRG-Sätze noch Verhandlungen laufen und hier ebenfalls ein starker Druck spürbar sei.
Seit dem ersten Budgetentwurf sah die Geschäftsleitung nun Einsparungen von 7 Millionen Franken vor.

  • Konkret soll heutige Patientenbetreuung durch Case Managers ersetzt werden, mit dem Ziel, Doppelungen zu vermeiden.
  • Die Krippen an den Spitälern von Neuenburg und La Chaux-de-Fonds werden abgestossen.
  • Die Polikliniken in Le Locle und im Val-De-Duz werden geschlossen. 

Obendrein hat der Verwaltungsrat beschlossen, durch weitere Schritte nochmals 3 Millionen einzusparen.

  • Konkret sollen bereits geplante Anpassungen bei der Infrastruktur beschleunigt. Auf allen Standorten werden Betten ausser Betrieb genommen.
  • Auch soll es bald zu Stellenstreichungen kommen: «Des mesures de suppression de postes et de restructuration seront mises en oeuvre en 2018». 
Man bemühe sich, alle Mitarbeiter möglichst an neuer Stelle zu beschäftigen, teilt der Verwaltungsrat mit, aber ohne Garantie: «aucune garantie ne peut être fournie».


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