Hirslanden impft auf 18 Impfstrassen in der Messe

Am Dienstag wurde der Kanton Zürich von «SRF» als Impfschnecke betitelt. Seit dem 6. April wird in der Messe Halle geimpft. Wie es läuft? Wir haben nachgefragt.

, 15. April 2021 um 05:28
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Während der Kanton Genf speditiv voran kommt und bereits Personen bis 45 Jahre impft, reiht sich Zürich als Schlusslicht ein, hiess am Dienstag in der SRF-Sendung Schweiz Aktuell. Gestern hat der Kanton Zürich die konkreten Zahlen publiziert: Insgesamt wurden bisher 268’404 Impfungen im Kanton verabreicht, davon 102’666 Zweitimpfungen (weitere Infos finden Sie unten).
Als die Medien Zugang zum grössten Impfzentrum des Kantons Zürich erhielten, war es noch gespenstisch ruhig. Hier geht es zu zum Artikel. Mit 30 Strassen und einer Kapazität von bis zu 4000 Impfungen pro Tag, müsste sich dies inzwischen trotz angeblichem Schneckentempo geändert haben. 

7'000 Impfungen bis zum 13. April

Mit über 1000 Impfungen am Eröffnungstag zeigt sich die Hirslanden zufrieden; Zwischenfälle habe es keine gegeben, sagt Mediensprecher Marco Binder gegenüber Medinside. 
Seit dem 6. bis zum 13. April wurden laut Binder insgesamt knapp 7'000 Impfungen durchgeführt, das sind im Durchschnitt 875 Impfungen pro Tag. «Wie viel Impfstoff die Hirslanden für die Messe Zürich erhalten hat, ist schwierig zu eruieren, weil laufend Impfdosen geliefert werden.»

Gab es schwere Nebenwirkungen?

Aktuell sind im Covid-19-Impfzentrum Messe Zürich 18 Impfstrassen in Betrieb. Dieser läuft in zwei Schichten und mit rund 60 Mitarbeitenden pro Schicht. Die Kapazität des Impfzentrums könne rasch an den verfügbaren Impfstoff angepasst werden, so Binder. Für den April seien im Kanton Zürich sämtliche Termine für Covid-19-Impfungen vergeben. 
In den Impfzentren wird mit dem Impfstoff Comirnaty von Pfizer/Biontech geimpft. Die zweite Impfung wird mit dem gleichen Impfstoff wie bei der ersten Impfung durchgeführt. Eine Wahlmöglichkeit bestehe nicht.
«Bis zum 13. April haben wir vor Ort im Covid-19-Impfzentrum Messe Zürich keine schweren Nebenwirkungen verzeichnet. Allergische Reaktionen nach Impfung waren sehr selten und nicht bedrohlich», freut sich die Hirslanden. Dennoch sei jederzeit ein Notfallteam vor Ort.

Kanton Zürich präsentiert seine Zahlen

Seit einer Woche sind im Kanton Zürich alle elf Impfzentren in Betrieb. Insgesamt wurden bis Dienstag, 13. April, 268'404 Impfungen verabreicht, davon 102'666 Zweitimpfungen, teilt der Kanton mit, der den Impfstart als erfolgreich bezeichnet. Bis gestern Abend seien auf der Anmeldeplattform für die COVID-19-Impfung des Kantons Zürich rund 430'000 Personen registriert und rund 90’000 Personen Termine gebucht worden.

Gesundheitspersonal ab 16. April

Bis Ende April sollen über 400'000 Impfungen verabreicht sein. Die aufgrund der verfügbaren Impfstoffmenge möglichen Impftermine im April für die Impfgruppen A-E (Personen ab 65 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen mit höchstem Risiko und Personen mit chronischen Erkrankungen) seien vergeben. Die Freischaltung von Terminen für das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt (Impfgruppen F und G) sowie 16- bis 17-Jährige mit Vorerkrankungen (Impfgruppe O) sei für Freitag, 16. April, geplant.

Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten und sich impfen lassen wollen, sollen sich auf der Anmeldeplattform registrieren. «Die zum Impfen zugelassenen Berufsgruppen müssen zum Ersttermin einen Berufsnachweis mitbringen. Die breite Bevölkerung wird ab Mai Impftermine buchen können», informiert der Kanton.

500 Hausärzte mit Impfstoff beliefert

Nach wie vor empfiehlt die Gesundheitsdirektion Personen mit Vorerkrankungen, sich bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt impfen zu lassen. Um Ostern wurden 500 Arztpraxen mit Impfstoff beliefert, in diesen Tagen können gemäss Kanton weitere 260 bestellen.
«Voraussichtlich werden im Laufe des Aprils weitere 450 Arztpraxen Impfstoff bestellen können. Bisher haben im Kanton Zürich insgesamt rund 1000 Arztpraxen ihr Interesse angemeldet, ihre Patientinnen und Patienten impfen zu können und ein Kontingent an Impfdosen erhalten», heisst es im Communiqué.
Weitere Infos gibt es hier.
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