Immer mehr Angebote für die Betreuung älterer Menschen

Ältere Menschen werden immer häufiger ausserhalb von Zuhause oder Pflegeheimen betreut, etwa in Alterswohnungen. Erstmals liefert das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) Zahlen dazu.

, 26. April 2016 um 12:13
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  • pflege
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Trotz der wachsenden Bedeutung von Betreuungsangeboten wie Alterswohnungen, Tages- und Nachtstrukturen oder Kurzaufenthalte in Heimen fehlen dazu statistische Informationen, wie das Gesundheitsobservatorium (Obsan) in einem Bericht schreibt. Nun liefert es mit Hilfe von Ecoplan einen ersten Überblick über diese so genannten intermediären Strukturen ausserhalb von Spitex-Betreuung oder Alters- und Pflegeheimen

850 so genannte intermediäre Strukturen

Gemäss Informationen der Kantone gibt es in der Schweiz über 850 Strukturen und 16'000 Alterswohnungen, die betreutes Wohnen anbieten. Zu ihrem Kernangebot gehören ein Notrufsystem, Aktivitäten und Veranstaltungen sowie ein Mahlzeitendienst.
Weiter meldeten die Kantone rund 400 Einrichtungen, die Tages- und Nachtstrukturen für ältere Menschen anbieten. Bei zwei Dritteln ist auch die Zahl der Plätze bekannt: So wurden mehr als 2000 Tages- und 150 Nachtplätze gemeldet.
Eine Tagesstruktur hat durchschnittlich acht, eine Nachtstruktur vier Plätze. Im Jahr 2014 nutzten 4'300 Menschen das Angebot. Die meisten Einrichtungen betreuen auch pflegebedürftige Personen und Menschen mit Demenz. 

Grosse kantonale Unterschiede

Die Auswertung zeigt, dass intermediäre Strukturen in den Kantonen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Stark sind die Kantone Basel-Stadt, Graubünden und Waadt. Sie haben vergleichsweise viele Alterswohnungen und Plätze in Tagesstrukturen.
In fünf Kantonen sind die verschiedenen Wohnformen unterschiedlich stark ausgeprägt: Im Kanton Zug gibt es viele Alterswohnungen aber wenige Kurzzeitplätze in Heimen. Umgekehrt ist es im Kanton Neuenburg, der bei Kurzzeitplätzen im Heim relativ stark ist, aber wenige Tages- und Nachtstrukturen bietet. In diese Kategorie fallen auch die Kantone Genf, Obwalden und Uri.

Wichtige Rolle für ältere Menschen

Aussagen haben auch die Kantone Glarus und Jura geliefert: Dort sind die Strukturen im Verhältnis zu ihrer älteren Bevölkerung weniger ausgeprägt als bei den anderen genannten Kantonen.
Laut Bericht machen die Zahlen deutlich, dass intermediäre Strukturen bereits heute eine wichtige Rolle im Versorgungsnetz für ältere Personen in der Schweiz spielen. 
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