Pflege: Schweizer Know-how-Export nach China

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften schickt Dozierende nach China. Das Ziel: ein gemeinsames Weiterbildungsangebot in gerontologischer Pflege.

, 7. Dezember 2015 um 09:31
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Auch in China steigt die Anzahl Menschen, die an Demenz leiden. Und auch in China mangelt es an Pflegefachpersonal.
Aus diesem Grund exportiert die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ab Januar ihr Fachwissen nach China. Dies schreibt die Hochschule am Montag in einer Mitteilung. 

Zuerst vor Ort 

Durch eine spezifische Weiterbildung in gerontologischer Pflege sollen sich chinesische Pflegefachpersonen vor Ort die nötigen Kompetenzen und Kenntnisse aneignen können.
Dazu ist die Universität Qingdao mit dem Institut für Pflege der ZHAW eine Kooperation eingegangen. Der in der Schweiz bereits bestehende Lehrgang «DAS in Gerontologischer Pflege» wurde auf die chinesischen Verhältnisse angepasst. 

Praktikum in der Schweiz

Im letzten Kursblock sollen die chinesischen Pflegefachpersonen für ein Praktikum in die Schweiz kommen. Insgesamt dauert der Lehrgang 18 Wochen, die über 18 Monate verteilt absolviert werden.
Die Unterrichtseinheiten werden von ZHAW-Dozierenden auf Deutsch durchgeführt und in Mandarin übersetzt. Der Start ist am 18. Januar 2016. In Zukunft soll die medizinische Fakultät der Universität Qingdao das Programm selber anbieten.
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