Nun macht das Freiburger Spital (HFR) ernst mit der Umsetzung der neuen Spitalstrategie 2030: Bis zu diesem Zeitpunkt wird es nur noch ein grosses Spitalzentrum in Freiburg für die komplizierten Fälle geben. Im Rest des Kantons sind Gesundheitszentren für die ambulante Versorgung geplant.
Drei neue Zentren an alten Standorten
Eines dieser Zentren, das Gesundheitszentrum Süd, nimmt nun Gestalt an. Die Gesundheitsnetze des Greyerz-, Glâne- und Vivisbachbezirks und deren Partner haben es gemeinsam mit dem HFR gegründet. Die drei Standorte des Zentrum sind in den ehemaligen Spitälern Riaz, Billens und Châtel-Saint-Denis geplant. Letzteres schloss das HFR bereits vor acht Jahren. Seither gehört das Gebäude dem Gesundheitsnetz des Vivisbachbezirks (RSSV).
Ab September gibt es an den drei Standorten medizinische Betreuung mit Allgemein- und Fachmedizin sowie soziale und therapeutischen Leistungen. «Die Aufteilung der Leistungen zwischen den Standorten und Dienstleistern wird sich kontinuierlich weiterentwickeln, um die Bedürfnisse der Bevölkerung bestmöglich zu erfüllen und die medizinischen Kompetenzen optimal einzusetzen», stellt das HFR in einer Mitteilung in Aussicht.
Betreuung ohne Termin am Standort Riaz
Sprechstunden ohne Termin werden weiterhin in der Permanence des Standorts Riaz möglich sein. Dort werden in Zusammenarbeit mit dem «Maison de Garde» die nicht lebensbedrohlichen Notfälle betreut.
Online-Terminbuchung und Telemedizin
Im Gesundheitszentrum Süd wird es möglich sein, online Termine zu vereinbaren und telemedizinische Sprechstunden zu buchen. An den Standorten Billens und Châtel-St-Denis werden hauptsächlich Pflegekräfte und Ärzte aus privaten Praxen tätig sein, am Standort Riaz sind es Angestellte des HFR.
Nur noch das Spital in Freiburg wird ein richtiges Spital bleiben. | PD