Dieser Nationalrat liebäugelt mit Werbeverbot für OPs

Der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth schlägt ein Werbeverbot vor: für kosmetische Operationen im Genitalbereich.

, 14. Juni 2018, 07:05
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Wermuth beunruhigt die Zunahme der Labioplastik-OPs | Parlament
Schätzungen zufolge nehmen die kosmetischen Operationen in der Schweiz jährlich um 5 bis 10 Prozent zu – insbesondere Operationen an Genitalien (Labioplastik). Eine Entwicklung, die Cédric Wermuth beunruhigt. 
Doch wie viele solche Schamlippen-Verkleinerungen werden in der Schweiz durchgeführt? Was sind die Gründe dafür, was die körperlichen und psychosozialen Folgen – und warum dieser Trend? Das will der SP-Nationalrat jetzt vom Bundesrat wissen. 
Der Aargauer hat dazu eine Interpellation eingereicht, die von der Exekutive Antworten auf über ein Dutzend Fragen zum Thema verlangt. Unterstützt wird sein Vorstoss von mehreren SP-Ratsmitgliedern, unter anderem von Bea Heim.
Wermuth liefert in der Interpellation gleich mehrere Vorschläge, wie der aus seiner Sicht äusserst problematische Entwicklung begegnet werden könnte. So schlägt der 32-Jährige nebst verstärkten Informationspflichten ein generelles oder partielles Werbeverbot für Intim-OPs oder ein Mindest-Alter von 18 Jahren bei Eingriffen an Genitalien vor.
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