Die Kooperation zwischen Spital Uster und GZO Spital Wetzikon nimmt Formen an

Die beiden Zürcher Oberländer Spitäler treten zusammen auf und starten mit drei gemeinsamen Kompetenzzentren. Weitere sollen folgen.

, 6. Juni 2017, 10:03
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Schon in der Vergangenheit haben die geografisch nahe beieinander liegenden Spitäler in Uster und Wetzikon einige Kooperationsprojekte verfolgt. Die Diskussionen um die Mindestfallzahlen haben die Häuser aber letztes Jahr dazu bewogen, die Zusammenarbeit zu intensivieren.  
Eine Marktanalyse hatte ergeben, dass aus den Einzugsgebieten beider Spitäler jedes Jahr jeweils etwa 1'000 Patienten das andere aufsuchen.  
Nun bündeln die Spitäler ihre Kräfte in der Medizin und zeigen das auch in einem partnerschaftlichen Auftritt auf einer neuen Website. Unter dem Dach «Kooperation Spitäler Uster & Wetzikon» entstehen in einem ersten Schritt drei gemeinsame Kompetenzzentren der spezialisierten Medizin.

Fachlicher Austausch

Es handelt sich um jene Bereiche, die künftig «durch kantonale Mindestfallzahlen betroffen sein könnten», wie es in einer Mitteilung heisst. Konkret geht es um die Bereiche Rektum, Adipositas und Schilddrüsen. 
In den Zentren arbeiten Ärzte und Fachpersonen eng zusammen. Standardisierte Abläufe und der regelmässige Austausch auch durch gemeinsame Fortbildungen soll laut den Verantwortlichen die Qualität der Behandlungen sicherstellen. 
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Neues Logo (PD)

Die drei Zentren

Aus Pilotprojekten sind diese drei Zentren entstanden:

  • Rektum-Zentrum: Hier werden alle Leistungen rund um Eingriffe am Enddarm angeboten. Abklärungen sowie Vor- und Nachbehandlungen finden an beiden Spitälern statt. Sämtliche Operationen werden jedoch im Spital Uster durchgeführt. 
  • Adipositas-Zentrum: Hier werden zahlreiche Leistungen zur Behandlung von Übergewichtigen an beiden Häusern angeboten, etwa medizinische Abklärungen, Therapien oder Beratungen. Chirurgische Eingriffe werden am GZO Spital Wetzikon durchgeführt. 
  • Schilddrüsen-Zentrum: Es soll sich durch die enge Zusammenarbeit der Ärzte und Fachleute beider Spitäler auszeichnen. Dazu gehören standardisierte Abläufe und gemeinsame Weiterbildungen. Operationen finden vorerst weiterhin an beiden Spitälern statt. 

Bald auch Urologie und Orthopädie


Weitere Zentren sind in der Planungsphase. So soll als Nächstes die Zusammenarbeit in diesen drei Bereichen konkretisiert werden: Urologie, Orthopädie und gynäkologische Onkologie. 
Die Arbeiten werden durch einen Steuerausschuss koordiniert. Er setzt sich aus diesen Personen zusammen:

  • Reinhard Giger, VR-Präsident Spital Uster
  • Jörg Kündig, VR-Präsdident Spital Wetzikon
  • Andreas Mühlemann, Direktor Spital Uster
  • Matthias Spielmann, CEO Spital Wetzikon
  • Gian Melcher, stv. Direktor Spital Uster
  • Urs Eriksson, ärztlicher Direktor Spital Wetzikon
  • Esther Bächli, Chefärztin und Departementsleiterin medizinische Disziplinen Spital Uster
  • Daniel Frey, Departementsvorsteher Chirurgie Spital Wetzikon

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