Das sind die Traumberufe der Deutschschweizer

Die Corona-Massnahmen haben das Homeoffice erst möglich gemacht. Trotzdem zeigen sich Berufe mit persönlichem Kontakt am beliebtesten.

, 26. Mai 2021 um 06:59
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Hätten Sie die freie Wahl – welchen Job  würden Sie heute wählen? Dieser Frage ging das berufliche Netzwerk Xing nach und liess zum Thema Traumberufe 500 berufstätige Personen in der Deutschschweiz befragen. Das Arbeitsleben habe sich aufgrund von Corona und Homeoffice vielerorts in die digitale Welt verlagert, schreibt «Xing» in seiner Mitteilung. Und trotzdem (vielleicht auch gerade deshalb!) würden Berufe mit persönlichem Kontakt bei Schweizer Berufstätigen ganz oben in der Gunst stehen. 

Ärztinnen und Reiseführer

Wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen, wären Frauen am liebsten Ärztinnen und Männer Reiseführer. 63 Prozent der Befragten – 74 Prozent davon im Alter zwischen 30 bis 39 – würden heute eine andere berufliche Laufbahn als ihre aktuelle einschlagen. 
Der Hauptgrund sind die zahlreichen neuen Jobs, die es früher noch nicht gab. Doch auch veränderte persönliche Interessen und der Wunsch, der eigenen Berufung zu folgen, sind weitere wichtige Faktoren. Interessant: Mehr Geld zu verdienen, kommt erst an vierter Stelle.  

Was macht den Traumjob aus?

Eine ausgewogene Work-Life-Balance, ein gutes Gehalt und die Möglichkeit, die eigenen Potenziale zu entfalten: Das seien für die Befragten die wichtigsten Faktoren, die einen Traumjob ausmachen, so «Xing». Dabei sei die Potenzialentfaltung besonders den Männern wichtig. Bei den Frauen sei zusätzlich die Vereinbarkeit von Job und Familie ein wichtiger Faktor.

Der Traum im Cyberspace

Noch nicht auf die Spitze der Traumjob-Liste geschafft haben es Berufe mit Bezug zur Digitalisierung und gesellschaftlichen Trends, wie etwa Software-Entwickler(in), Klimaforscher(in), Drohnen-Pilot(in) oder E-Sports-Experte(in). Dafür finden sich auffallend viele Berufe, bei denen menschlicher Kontakt und die physische Umgebung eine wichtige Rolle spielen,  auf den Top-Positionen. Zehn Prozent der Teilnehmenden geben zudem an, dass der eigene Traumjob erst noch erfunden werden muss.
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