Covid: Kommt jetzt der Impfstoff zum Inhalieren?

Ein Pflaster, ein Nasenspray oder doch lieber eine Injektion? Die Suche nach Impfstoffen gegen das Coronavirus geht weiter und wird immer spannender: Nun wollen deutsche Forscher ein Vakzin zum Inhalieren testen.

, 17. Februar 2022, 13:28
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Durch die Inhalation gelangt der Impfstoff genau ins Zielorgan Lunge. Dort schlägt das Corona-Virus besonders heftig zu.
Weltweit sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Suche nach weiteren Impfstoffen gegen das Sars-CoV-2-Virus. So auch in der Schweiz: Während das Basler Startup RocketVax Ende 2022/Anfang 2023 mit seinem Lebensimpfstoff, der die Welt retten soll, auf den Markt kommen will, arbeiten Wissenschaftler an der Uni Bern an einem Nasenspray und das universitäre Medizinzentrum Unisanté in Lausanne an einem neuartigen Corona-Impfstoff  in Form eines Pflasters
Aus Deutschland ist jetzt noch eine Option geplant: In Hannover arbeiten Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Fraunhofer ITEM an einem Vakzin, das inhaliert wird. In der klinischen Studie «MVA» wollen sie nun die Sicherheit und Verträglichkeit dieses neuartigen Impfstoffes als Booster gegen Covid testen. 
Mit der Inhalation gelangt der Impfstoff genau ins Zielorgan Lunge. Dort schlägt das Virus bekanntlich besonders heftig zu. Die Studie soll Erkenntnisse darüber liefern, ob und wie stark das eingeatmete Vakzin das Immunsystem dazu anregt, Antikörper zu produzieren, die vor der Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus schützen. 
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