Covid-19: Die Lage spitzt sich auch im Kantonsspital Freiburg zu

Am Freiburger Spital steigt der Druck auf die verfügbaren Betten «alarmierend». Auch das HFR schliesst nicht mehr aus, elektive Eingriffe im Laufe der nächsten Woche zu verschieben.

, 26. November 2021, 12:44
image
  • spital
  • coronavirus
  • freiburger spital
Die allgemeine Situation im Zusammenhang mit Covid-19 spitzt sich in der Schweiz deutlich zu. Dies wirkt sich auch auf das Freiburger Spital (HFR) aus. Das Spital «schlägt Alarm», wie das HFR am Freitagnachmittag in einer Mitteilung schreibt. 
Die Zahl der Patienten in der Inneren Medizin sei innerhalb von weniger als einer Woche erheblich gestiegen: von 25 Patienten am 20. November auf 41 am 25. November. Um auf die Entwicklung zu reagieren, erhöht das Spital deshalb seit zwei Wochen kontinuierlich die Zahl der Betten im Covid-Bereich. 

Druck steigt auch auf die verfügbaren Betten

Zwar bleibt die Intensivstation vorerst relativ verschont: Das HFR behandelt 3 Patienten in Intensivbetten, wovon 2 beatmet werden. Doch die Lage angesichts der Gesamtzahl der stationär behandelten Covid-Patienten sei stark angespannt. Der Druck auf die verfügbaren Betten steige «alarmierend» an, insbesondere in der Inneren Medizin.
Diese für das Personal äusserst belastende Situation betrifft nicht nur das HFR Freiburg – Kantonsspital, sondern auch die anderen Standorte, die aktuell eine beträchtliche Anzahl von Covid-Patienten aufnehmen, wie das Spital schreibt. 

«Überwältigende Mehrheit» der Covid-Patienten ungemipft

Das Freiburger Spital schliesst nicht aus, dass elektive Eingriffe im Laufe der nächsten Woche verschoben werden müssen, falls sich die Situation weiter verschlechtere. Darunter werden wohl auch Herz- und Krebsoperationen sein. Mehrere Spitäler in der Schweiz haben bereits Wahleingriffe verschoben, um die Spitalkapazitäten zu entlasten, etwa das Luzerner und das Zuger Kantonsspital. 
Das HFR mit rund 3'650 Mitarbeitenden ruft die Bevölkerung in der Mitteilung gleichzeitig dazu auf, die Schutzmassnahmen wie Abstand halten, Maske tragen oder Hände desinfizieren wieder konsequenter einzuhalten – und sich impfen zu lassen. Denn die «überwältigende Mehrheit» der hospitalisierten Covid-Patienten sei nicht geimpft, teilt das Spital mit.  
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

See-Spital: Rekurse blockieren Neubau

Das Baurekurs-Gericht hat Einwände von Anwohnern gegen das Medical Center in Horgen gutgeheissen.

image

Universitätsklinik weitet Angebot auf Männedorf aus

Das Universitäre Wirbelsäulenzentrum Zürich (UWZH) arbeitet neu auch im Spital Männedorf und bietet dort Standard-Operationen an.

image

Dieses Spital darf nicht so gross werden wie geplant

Es ist zu teuer: Das neue Schaffhauser Kantonsspital muss um 50 Millionen Franken billiger werden. Das hat der Spitalrat beschlossen.

image

Protest in Lausanne: Angestellte des Unispitals wollen mehr Lohn

Rund 250 Mitarbeitende des Universitätsspitals Chuv und Gewerkschaftsvertreter protestieren vor dem Hauptgebäude für einen vollen Teuerungsausgleich.

image

Die HFR-Operationszentren haben einen neuen Chefarzt

Pavel Kricka leitet neu als Chefarzt die Operationszentren des Freiburger Spitals (HFR). Er ist Nachfolger von Rolf Wymann.

image

Kantonsspital Glarus muss neuen Pflegechef suchen

Markus Loosli verlässt das Kantonsspital Glarus – aus privaten Gründen, heisst es.

Vom gleichen Autor

image

Berner Arzt hat Aufklärungspflicht doch nicht verletzt

Im Fall einer Nasen-OP mit Komplikationen verneint das Bundesgericht eine Pflichtverletzung eines Berner HNO-Arztes. Die Vorinstanzen haben noch anders entschieden.

image

Warum hunderte Pflegekräfte derzeit «Rücktrittsschreiben» verfassen

Eigentlich möchten viele Pflegefachpersonen ihrem Beruf gar nicht den Rücken kehren. Doch das System zwingt sie dazu, wie eine aktuelle Kampagne in den USA exemplarisch zeigt.

image

Ärzte erhalten von Ärzten eine Sonderbehandlung

Ärzte als Patienten kriegen bestimmte Privilegien, die andere Patienten oder Patientinnen nicht erhalten würden. Dies sagt die grosse Mehrheit der in einer Studie befragten Ärzte.