Uniklinik Balgrist erhält 16 Millionen Franken vom Bund

Der Bund hat den Zürcher Balgrist Campus zur «Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung» ernannt.

, 20. Dezember 2016 um 08:39
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Die Universitätsklinik Balgrist wird neu zur nationalen Plattform für muskuloskelettale Forschung, Entwicklung und Translation. Dies hat das Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) entschieden.
Das Zentrum erhält laut einer Mitteilung der Universität Zürich (UZH) in den nächsten vier Jahren rund 16 Millionen Franken für die Beschaffung und den Betrieb von hochspezialisierter Infrastruktur – zur Erforschung von Problemen am Bewegungsapparat.

«Weltweit führende Stellung»

«Mit dem Entscheid, den Balgrist Campus als Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung anzuerkennen, erhalten wir die Möglichkeit, die weltweit führende Stellung der Schweiz in der muskuloskelettalen Medizin zu erhalten und auszubauen», sagt Christian Gerber, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik Balgrist und Orthopädie-Professor an der UZH.

Drei neue Plattformen

Die Bundesgelder fliessen in drei neue Technologieplattformen:
  • Swiss Centre for Musculoskeletal Biobanking,
  • Swiss Centre for Musculoskeletal Imaging und
  • Swiss Centre for Clinical Movement Analysis.
Die 16 Millionen Franken des Bundes decken laut der Mitteilung die Hälfte der Projektkosten, die andere Hälfte wird mit privaten Spenden ermöglicht. Die Technologieplattformen sollen auch Forschenden weltweit zur Verfügung stehen und der Zusammenarbeit mit Firmen dienen, um weitere Fortschritte in der Erkennung und Behandlung von muskuloskelettalen Erkrankungen und Verletzungen zu ermöglichen.
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