Bund sucht «Turbozünder» für E-Patientendossier

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Koordinationsstelle eHealth planen eine «Sensibilisierungs-Kampagne» für das elektronische Patientendossier (EPD). Kostendach: 5,1 Millionen Franken.

, 10. Juni 2022, 08:00
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  • elektronisches patientendossier
  • bundesamt für gesundheit
Das elektronische Patientendossier (EPD) kommt in der Schweiz kaum vom Fleck. Nur ein Bruchteil der Bevölkerung nutzt es bereits und auch viele Leistungserbringende sind immer noch skeptisch. Nun will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine neue Kommunikations-Strategie fahren. Geplant ist eine Kampagne, die zur «Sensibilisierung» der Bevölkerung und Gesundheitsfachpersonen beitragen soll. Dies geht aus einer aktuellen Ausschreibung auf «Simap» hervor, der Plattform für das öffentliche Beschaffungswesen.  
Gesucht wird eine Kommunikations-Agentur, die eine «nationale Kampagne» plant und umsetzt. Im Vordergrund steht die Entwicklung einer «Dachmarke» und eines visuellen Konzeptes. Ausgeschrieben wurde ein Grundauftrag sowie ein (optionaler) Zusatzauftrag zur Unterstützung der Kommunikations-Aktivitäten der Geschäftsstelle von eHealth Suisse. Das Kostendach beträgt 3,6 Millionen Franken für den Grundauftrag und 1,5 Millionen Franken für das optionale Zusatzbudget.
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Screenshot «Simap»

Kampagne soll drei Jahre laufen

Die «Sensibilisierungs-Kampagne» für das elektronische Patientendossier soll gemäss «Simap» während drei Jahren in der Öffentlichkeit und auf ausgewählten Plattformen präsent sein. Der Kampagnenstart ist für das erste Quartal 2023 vorgesehen, Offerten sind innert drei Wochen einzureichen. 
 Zuschlagskriterien sind mit je einem Viertel der «strategische Ansatz» und die «Kreation mit Umsetzung der Massnahmen», mit je 20 Prozent das «Budget» und die «Teamzusammenstellung» sowie mit 10 Prozent der «strategische Ansatz» für den Auftrag für eHealth.


  • Ausschreibung Simap Projekt-ID 219057 

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