Ab Montag dürfen nun auch die Apotheken impfen

Endlich erlaubt es der Bundesrat: Die rund 1000 Schweizer Apotheken mit Impferlaubnis dürfen nun auch die Corona-Impfung verabreichen.

, 27. Januar 2021, 15:25
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Auf diesen Startschuss warten die Apotheken schon seit Anfang Januar sehnlichst: «Es spricht nichts mehr dagegen, nun die rund 2500 Apotheker und Apothekerinnen, die für das Impfen ausgebildet und zum Impfen berechtigt sind, in die nationale Impfkampagne einzubinden», schrieb Pharmasuisse bereits vor zwei Wochen in einer Mitteilung.

Apotheken erhalten 14.50 Franken pro Impfung

Nun erlaubt es den Bundesrat den 1000 Apotheken mit Impfbewilligung, ab Montag zu impfen. Schon vor zwei Wochen klagte der Verband jedoch, dass die Bezahlung noch nicht geklärt sei. Die vom Bund vorgeschlagene Abgeltung decke gemäss den Berechnungen von Pharmasuisse die effektiven Kosten nicht.
Vorläufig ist analog zu den kantonalen Impfzentren eine Pauschale von 14.50 Franken fürs Impfen und die Beratung vorgesehen - ohne den Impfstoff. «Dieser Betrag deckt die Kosten für unsere Arbeit bei Weitem nicht», sagt Martine Ruggli, die Pharmasuisse-Präsidentin. «Wir bestehen darauf, dass wir analog den Hausärzten entschädigt werden.»

Impfteams sollen früher geimpft werden

Auch diese fordern zurzeit einen kostendeckenden Betrag fürs Impfen und stehen in Verhandlungen mit Krankenversicherern und Behörden. «Wir leisten beim Impfen die gleiche Leistung wie der Arzt und die Ärztin; unsere Abgeltung sollte gleich sein», argumentiert Ruggli. Pharmasuisse will ausserdem erreichen, dass die Teams der Impfapotheken vorrangig geimpft werden dürfen.

In Zürich dürfen auch Assistentinnen unter Aufsicht impfen

Der Verband setzt sich zudem dafür ein, dass künftig Pharma-Assistentinnen impfen dürfen, und zwar nach einer Schulung und unter Aufsicht der Impfapothekerinnen. Die Entscheidkompetenz liegt bei den Kantonen. Im Kanton Zürich ist es den Assistentinnen seit gestern erlaubt.
Zurzeit wird noch in keiner Apotheke geimpft, am frühesten sollte es in den Kantonen St. Gallen und Zürich möglich sein, wie Pharmasuisse-Sprecherin Stephanie Balliana gegenüber Medinside sagte.
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