Aargau: Chefs liebäugeln mit Privatisierung

Eine Privatisierung von Spitälern reisst ideologische Gräben auf. Wie beurteilen die Präsidenten der Aargauer Kantonsspitäler einen Total-Verkauf?

, 22. Juli 2015, 07:41
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Daniel Heller, VR-Präsident Kantonsspital Baden, und Philip Funk, VR-Präsident Kantonsspital Aarau, verbindet offenbar etwas: Sie halten einen Verkauf und eine Privatisierung der zwei Kantonsspitäler für ein realistisches Szenario. Dies sagten sie gegenüber der «Aargauer Zeitung».
Nur so könnte sich das Gesundheitswesen im Kanton Aargau aus dem Interessenkonflikt befreien. Denn der Kanton Aargau übt eine Mehrfachrolle aus: Eigentümer, Leistungsbesteller und Tarifgenehmigungsinstanz.

Was ist mit der Versorgungssicherheit?

KSA-Chef Funk sähe im Verbund einer grossen privaten Gruppe auch Vorteile für die beiden Kantonsspitäler bezüglich Spezialisierungen an den Standorten und Einkaufsmacht. Er würde aber doch eher staunen, wenn der Grosse Rat zu einem Verkauf Hand bieten würde, meint Funk.
Keine Bedenken hätte er bei einer Privatisierung bezüglich der Versorgungssicherheit: «Es gibt auch in anderen Bereichen Grundversorgungsbedürfnisse, die nicht vom Staat, sondern von Privaten sichergestellt werden», zitiert ihn die «Aargauer Zeitung»

Dann kommt die Privatisierung

Daniel Heller, Ex-FDP-Grossrat des Kantons Aargau, sieht das ähnlich: Ob die Zeit reif ist, sei eine andere Frage – mittelfristig sei eine Privatisierung aber ein realistisches Szenario. «Ich begrüsse eine offene Diskussion der Frage, sie wird den Sinn für die Zusammenhänge schärfen», so Heller gegenüber der «Aargauer Zeitung».
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