Ein Jahr nach dem Start verzeichnet das Modell «Viva Health» über 3000 Mitglieder. Dies gab Alexandre Omont, Direktor des Réseau de l'Arc, in einem
Interview mit dem Radio Jura bernois (RJB) bekannt. Damit hat sich die Zahl seit Januar 2024 mehr als verdoppelt: Sie stieg von 1'200 auf über 3'000 Kunden, die diese Krankenversicherungs-Form gewählt haben.
Zur Erinnerung: Das Modell «Viva Health» wurde von Swiss Medical Network entwickelt; die Krankenkasse Visana ist im Rahmen einer gemeinsamen Budgetverantwortung mit Spitälern, Radiologiezentren, Arztpraxen und auch Apotheken verbunden. Die Leistungserbringer verfügen über ein vordefiniertes Jahresbudget, was sie dazu motivieren soll, die Gesundheitsversorgung effizienter zu gestalten, insbesondere auch durch ein Engagement in der Prävention.
Die entsprechende Struktur läuft unter dem Namen «Réseau de l'Arc» im Jurabogen von Moutier über Biel bis Neuenburg.
Wie erklärt sich die Zustimmung?
Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist das Versprechen von Viva Health, die Versicherungsprämien zu stabilisieren – und das ist bislang gelungen. «Wir sind die einzige Versicherung in der Schweiz, die ihre Prämien nicht erhöht hat», sagte Alexandre Omont im RJB. Auch seien neue Versorgungsmodelle eingeführt worden, die den Patienten nun bereits zugute kommen, beispielsweise die häusliche Krankenpflege.
Die Universität Basel wird eine unabhängige Analyse durchführen, um in den kommenden Jahren die medizinischen Auswirkungen des Modells zu beurteilen – während sich die Universität Neuenburg mit den wirtschaftlichen Auswirkungen befassen wird.