Die Spitäler Uster und Affoltern kratzen die Kurve

Die beiden angeschlagenen Zürcher Spitäler haben es auf die Spitalliste 2023 geschafft. Grünes Licht erhält auch die Privatklinik Hohenegg.

, 1. September 2022, 09:29
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Die beiden Zürcher Spitäler Uster und Affoltern haben es auf die Spitalliste geschafft. | zvg
Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat entschieden: Die beiden Spitäler Uster und Affoltern, die um ihre Zukunft bangen mussten, haben es definitiv auf die Spitalliste 2023 geschafft und dürfen weiterhin eine wohnortnahe Grundversorgung anbieten.
Gemäss der neuen Spitalliste erhält das Spital Affoltern unbefristete Leistungsaufträge für Akutgeriatrie, Gerontopsychiatrie, Psychiatrie und Palliative Care sowie einen auf drei Jahre befristeten Leistungsauftrag für Innere Medizin. Mit der Weiterführung des Notfall- und dem Ausbau des ambulanten Angebots kann das Spital ebenso für die integrierte Versorgung im Bezirk Affoltern sorgen.
Das Spital Uster hat sämtliche zugeteilten Leistungsaufträge definitiv erhalten. Dieser Entscheid basiere auf den überzeugenden Zahlen des Halbjahresabschlusses 2022 sowie auf einer bereits im Vorjahr erreichten Fallkostenreduktion um 1000 Schweizer Franken, schreibt das Spital in einer Spital Uster in einer Mitteilung an die Medien.

Hohenegg nimmt Grundversicherte auf

Definitiv auf der Spitalliste 2023 ist die Privatklinik Hohenegg in Meilen. Der Zürcher Regierungsrat hatte die Klinik vor 16 Jahren von der Spitalliste gestrichen. Ab Januar 2023 werden dort nun auch grundversicherte Patientinnen und Patienten bis 65 Jahre behandelt.
Dafür baut die Klinik mit den Spezialgebieten Depression, Burnout, Angst und Psychosomatik aus und eröffnet im Januar die Allgemein-Abteilung namens Attika. Mit der Eröffnung steigt die Gesamtkapazität auf 95 Betten.
Die 50 Fachpersonen für die zusätzlichen Arbeitsstellen seien grösstenteils rekrutiert worden, schreibt die Hohenegg. Sie werden ihre Arbeit schrittweise aufnehmen.

Stadtspital und GZO Wetzikon

Ebenso bestätigt hat der Zürcher Regierungsrat die bestehenden Leistungsaufträge und die neuen Reha-Angebote des Stadtspitals Zürich. Das bedeutet, dass das Stadtspital seine Angebote am Waid und am Triemli zugunsten einer wohnortnahen Rehabilitation nun definitiv ausbauen kann.
Freuen darf sich auch das GZO Spital Wetzikon. Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat der Institution alle bisherigen Leistungsaufträge definitiv erteilt. Weiter hat das GZO für die folgenden Bereiche eine Berechtigung erhalten:

  • Stroke-Unit zur Behandlung von Schlaganfallpatienten (Zerebrovaskuläre Störungen) ist im Zertifizierungsprozess,
  • das zertifizierte Brustzentrum,
  • Hebammengeleitete Geburtshilfe am/im Spital,
  • Geburtshilfe ab 32. Schwangerschaftswoche und einem Geburtsgewicht von 1250 Gramm,
  • Neonatologie ab der 32. Schwangerschaftswoche und einem Geburtsgewicht von 1250 Gramm,
  • Kinderanästhesie ab dem sechsten Lebensjahr.

Reha in Wetzikon?

Wie das GZO Spital Wetzikon weiter mitteilt, werden zusätzlich die Möglichkeiten einer von der Gesundheitsdirektion gewünschten Konzentration von Rehabilitationsangeboten der Zürcher RehaZentren am GZO-Standort in Wetzikon evaluiert. Die gewünschte Verlagerung der Rehabilitationsleistungen in Akutspitalnähe eröffne dem Spitalstandort Wetzikon eine zusätzliche Perspektive.

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