Das Ostschweizer Kinderspital (OKS) schliesst das Geschäftsjahr 2024 mit einem Gewinn von 3 Millionen Franken und einer Ebitda-Marge von 8,2 Prozent ab.
Hinter dem positiven Ergebnis steckt viel externe Hilfe: Ohne ausserordentliche Zuwendungen hätte der operative Verlust 10,9 Millionen Franken betragen, wie das Spital in seiner
Mitteilung schreibt.
Finanzielle Unterstützung
Zum positiven Ergebnis führten unter anderem zweckgebundene Spenden in Höhe von 1,4 Millionen Franken für den Neubau sowie Trägerbeiträge von insgesamt 13,9 Millionen Franken. Diese wurden von den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden sowie vom Fürstentum Liechtenstein geleistet.
Der neue CEO des Kinderspitals, Serge Altmann, der seit Anfang 2025 im Amt ist, stellt klar: «Das OKS wird – wie andere Kinderspitäler – auch in Zukunft auf zusätzliche Beiträge angewiesen bleiben.» Die strukturelle Unterfinanzierung der Kindermedizin sei nicht wegzudiskutieren.
Mehr stationäre Behandlungen
2024 wurden 5’331 Kinder und Jugendliche am OKS stationär behandelt – rund 400 mehr als im Vorjahr. Damit wurde ein neuer Höchststand erreicht. Die Zahl der ambulanten Besuche blieb mit 74’900 stabil und entsprach dem Durchschnitt der letzten Jahre.
Neubau
Ein zentrales Projekt ist der geplante Bezug des Neubaus im kommenden Jahr. Laut Spitalleitung ist dieser sowohl kosten- als auch termingerecht auf Kurs. 90 Prozent der Baukosten sind vertraglich bereits gesichert. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 217 Millionen Franken. Die Darlehen der Träger decken die reinen Baukosten, müssen jedoch verzinst und zurückbezahlt werden – eine zusätzliche Belastung für die Betriebsrechnung in den kommenden Jahren.
Die Innenausstattung und medizintechnische Ausstattung finanziert das OKS grösstenteils durch Eigenmittel und gezieltes Fundraising. Das Kinderspital betont, dass die Investition langfristig notwendig sei – auch um den Versorgungsauftrag für die Region erfüllen zu können.