Tertianum übernimmt Alters- und Pflegeheimgruppe Reliva

Die Einkaufstour der Tertianum Gruppe geht weiter: Reliva ist nicht die erste Übernahme in diesem Jahr.

, 14. Dezember 2023 um 15:15
image
Neues Konzept: Reliva-Patientenhotel in Lausanne  |  PD
Erst im Juli hatte die Tertianum Gruppe im thurgauischen Salmsach das Alters- und Pflegeheim Bodana übernommen. Und einen Tag später konnte Medinside titeln: «Tertianum Gruppe wieder auf Einkaufstour» – diesmal ging es um die Übernahme der Villa Sutter im bernischen Nidau.
Und nun also die Alters- und Pflegeheimgruppe Reliva AG. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich hat insgesamt fünf Standorte und beschäftigt rund 430 Personen. Laut einer Mitteilung will Tertianum damit seinen Wachstumskurs konsequent weiter verfolgen. Bereits heute ist es der grösste private Anbieter mit über 95 Betrieben in der ganzen Schweiz.
Die Reliva Holding AG betreibt unter der Marke «Vivale» vier Seniorenzentren in den Kantonen Zürich, Luzern, Bern und Aargau; sie bieten 281 Pflegebetten und 94 Wohnungen, die alle ein durchgängiges Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebot aufweisen.
«Innovation und Weiterentwicklung wird zukünftig vor allem in grösseren Netzwerken möglich sein.» — Harjan Winters, CEO Reliva.
Unter der Marke «Reliva» betreibt die Unternehmensgruppe zudem das erste in der Schweiz eröffnete Patientenhotel mit 108 Zimmern in Lausanne in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital CHUV.
Harjan Winters, CEO der Reliva, sagt zur Übernahme: «Das Umfeld der Alters- und Pflegeheime steht aktuell in einem grossen Wandel – Innovation und Weiterentwicklung wird zukünftig vor allem in grösseren Netzwerken möglich sein. Wir freuen uns, dass wir mit der Tertianum Gruppe eine geeignete neue Eigentümerin gefunden haben, um gemeinsam in die Zukunft gehen zu können.»
Luca Stäger, CEO der Tertianum Gruppe, betont, dass die Reliva AG mit ihrem sehr gut abgestimmten Portfolio hervorragend zu Tertianum passe und das bestehende Angebot ideal ergänze.
Um einen geordneten und gut abgestimmten Übergang zu ermöglichen, erfolgt die vollständige Eingliederung der Reliva AG in die Tertianum Gruppe erst ab Januar 2026.
  • tertianum
  • Altersmedizin
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Führungswechsel in Zürichs Gesundheitszentren für das Alter

Tatjana Meyer-Heim wird Ärztliche Direktorin der Langzeitpflege-Institutionen der Stadt Zürich. Sie tritt die Nachfolge von Gaby Bieri-Brüning an.

image

Felix Platter: Nadine Engler wird Direktorin

Seit 2021 gehört Nadine Engler zur Geschäftsleitung der Institution für Altersmedizin. Nun folgt sie auf Jürg Nyfeler, der nach acht Jahren an der Spitze zurücktrat.

image

Felix Platter Spital: Aus für Therapiebad

Erst vor wenigen Jahren wurde das Schwimmbad in Betrieb genommen, jetzt soll es schon wieder geschlossen werden.

image

«Altern hat eine positive, dynamische Vision bekommen»

Bewegung, Ernährung, soziale Kontakte: Heike Bischoff-Ferrari zeigt, wie wir den Alterungsprozess positiv beeinflussen können – und wie ihr neuer Campus in Basel die Zukunft der Altersmedizin mitgestalten will.

image

Tertianum übernimmt weiteren Standort

Das Geras Pflegehotel am Bielersee richtet sich an Menschen mit den Schwerpunkten palliative Langzeitpflege und Demenz.

image

Siloah: Neue Klinikleitung, neuer HR-Manager

Andrea Siegenthaler und Thierry Gigandet werden im Berner Spitalzentrum für Altersmedizin Siloah die Co-Klinikleiter Jon Lory und Markus Bürge ablösen.

Vom gleichen Autor

image

Frauenklinik Züri Ost vor Führungswechsel

Die Frauenklinik Züri Ost der Spitäler Männedorf und Uster steht vor einem Führungswechsel: Aufbauleiter Ralf Joukhadar verlässt die Kooperation im Herbst 2026.

image
Nachgefragt bei Adrian Schmitter

Insel Gruppe: «Ein gutes Jahr reicht nicht»

Mit 134,8 Millionen Franken erzielt die Insel Gruppe das beste Resultat ihrer jüngeren Geschichte. Verwaltungsratspräsident Adrian Schmitter sieht darin den Lohn ausserordentlicher Leistungen der Mitarbeitenden – warnt aber vor Selbstzufriedenheit.

image

Zürich: Fast eine halbe Milliarde für die nächste Ärztegeneration

Der Zürcher Kantonsrat bewilligt 25 Millionen Franken für das Projekt «Med500+». Ab 2030 sollen an der Universität Zürich jährlich 700 statt 430 Studierende Humanmedizin beginnen.