Spitex Verband Zürich reagiert auf GeKoZH-Bericht

Der Spitex Verband Kanton Zürich reagiert auf die Kritik der Gesundheitskonferenz an privaten Spitex-Firmen ohne Leistungsauftrag.

, 22. Januar 2026 um 10:49
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Bild: Spitex Schweiz
Nach einem aktuellen Bericht der Gesundheitskonferenz Kanton Zürich (GeKoZH), der bei privaten Spitex-Firmen ohne kommunalen Leistungsauftrag hohe Managerlöhne, fehlerhafte Abrechnungen und überhöhte Pflegenormkosten bemängelte, hat der Spitex Verband Kanton Zürich Stellung genommen.
Der Verband vertritt primär die Zürcher Spitex-Organisationen mit kommunalen Leistungsaufträgen und betont, dass er seine Mitglieder in pflegerischen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben und Pflichten unterstützt. «Unsere Mitglieder stehen für eine hohe Pflegequalität», heisst es in der Mitteilung. Die Anwendung des Qualitäts- und Finanzmanuals von Spitex Schweiz sowie die Einhaltung der Vorgaben der Administrativverträge seien für alle obligatorisch.
Zudem organisiert der Verband Fortbildungen und Erfahrungsaustausch für Finanzverantwortliche und arbeitet gemeinsam mit Spitex Schweiz an der Weiterentwicklung des Finanzmanuals.
Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine verpflichtende Abgrenzung der Kosten aus der Angehörigenpflege, die die Transparenz der Kostendaten verbessern soll.

Verständnis für GeKoZH

Abschliessend betont der Verband: «Wir haben Verständnis für die Anliegen der Gemeinden, welche über die Restkosten massgeblich an der Finanzierung von Spitex-Pflegeleistungen beteiligt sind». Dass sich die GeKoZH dagegen wehre, «wenn sie Verdachtsmomente eruiert, wonach Steuergelder in hohe Gewinne, hohe Geschäftsleitungslöhne oder hohe Werbeaufwände abfliessen könnten», sei dies verständlich.
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