Spitalzentrum Biel beteiligt sich an Spitex

Mit dem Einstieg bei der Spitex Biel-Bienne Regio treibt das SZB die Entwicklung eines vernetzten Versorgungsmodells voran. Die Zusammenarbeit wird vertieft – mittelfristig könnte ein Hospital@Home-Angebot entstehen.

, 16. Januar 2026 um 10:16
image
Einsatz von Spitex Biel-Bienne Regio | Bild: PD / Stephan Bögli
Die Spitex Biel-Bienne Regio (SBBR) und das Spitalzentrum Biel (SZB) arbeiten an einem vernetzten Versorgungsmodell. In einem weiteren Schritt übernimmt das Spitalzentrum nun eine Minderheitsbeteiligung von 33 Prozent an der SBBR.
Durch die intensivere Partnerschaft liessen sich unnötige Hospitalisationen vermeiden und das Management von Übertritten zwischen Spital und Versorgung zu Hause spürbar verbessern. Zudem es erlaube solch ein Teamwork, Behandlungsentscheide besser abzustimmen, und es trage zu einer sicheren Medikation bei.
Weiter will das Spitalzentrum die Spitex bei der Rekrutierung oder mit Weiterbildungsangeboten unterstützen.
Andererseits will das SZB bekanntlich viel mehr ambulante Operationen durchführen; und hierbei will es von einer intensiveren pflegerischen Nachsorge durch die Spitex profitieren. 
  • 500 stationäre Fälle weniger: SZB testet Ambulantisierungs-Turbo
Angedacht sei auch ein Ausbau des Mobilen Palliative Care-Diensts und mittelfristig die Entwicklung eines Hospital@Home-Modells.
«Die Idee einer engen Partnerschaft zwischen Spitex-Organisation und Spital mag noch etwas ungewohnt anmuten», sagt Philippe Plodeck, der Interims-CEO des SZB: «Fest steht: Von unserer Vernetzung werden alle profitieren, Spitex wie Spital – aber insbesondere die Patientinnen und Patienten der Region.»
Mit rund 200 Angestellten ist die Spitex Biel-Bienne Regio die grösste öffentliche Spitexorganisation in ihrer Region. Ihre Spezialgebiete sind Kinderspitex, Palliative Care, Psychiatrische Pflege, Demenz und Wundmanagement.

  • spitalzentrum biel
  • szb
  • spitex
  • grundversorgung
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Spitex: «Book a Doc» soll unnötige Spitaleinweisungen verhindern

Die Spitex Limmat Aare Reuss setzt neu auf Telemedizin: Mit «Book a Doc» können die Pflegefachpersonen ärztliche Beratung direkt in die Wohnungen von Klienten holen.

image

Regionalspitäler stehen vor einem organisatorischen Umbau

Kleine Regionalspitäler prägen die Schweizer Landschaft, geraten aber zunehmend unter Druck. Spezialisierung, Vorhaltekosten und ambulante Behandlungen erfordern neue Strukturen.

image

«Manche Ärzte verbringen einen Grossteil ihrer Zeit mit Kostengutsprachen»

Arnaud Perrier, Präsident der SAMW, fordert im Interview mit CH Media, dass Ärzte ausserhalb der Bürozeiten besser erreichbar sind, die Ausbildung stärker am Bedarf orientiert wird und das Kontrollsystem der Krankenkassen reformiert wird.

image

Neuenburg: Kantonsspital übernimmt Praxis-Gruppe

Vier Zentren der Gruppe Volta sowie deren medizinische Bereitschaftsdienste werden unter die Leitung des Neuenburger Spitalnetzes RHNe gestellt.

image

Basel öffnet Notfallversorgung für Patienten aus dem südlichen Elsass

Erwachsene aus dem südlichen Elsass können bei medizinischen Notfällen neu im Universitätsspital Basel versorgt werden. Eine Vereinbarung regelt auch die Kostenübernahme.

image

Gregor Gafner übernimmt Geschäftsführung der Spitex Zürichsee

Die Spitex Zürichsee beendet ihre Übergangsphase in der operativen Führung: Gregor Gafner übernimmt per Anfang Januar 2026 die Geschäftsführung der Organisation.

Vom gleichen Autor

image

Auch KSBL bringt ein KI-Überwachungs-System ins Patientenzimmer

Nach drei Testjahren führt das Kantonsspital Baselland ein radarbasiertes Monitoring ein, um die Pflege vor gefährlichen Situationen zu warnen.

image

Spital Affoltern rechnet mit solidem Gewinn 2025

Nach dem Spitalzentrum Biel signalisiert auch das Spital Affoltern eine Trendwende: Die Leitung kündigt einen Jahresgewinn von rund 1,5 Millionen Franken an.

image

Kostenloser Sicherheitscheck für Arztpraxen

Die IT-Systeme grosser Spitäler erwiesen sich in einem Schweizer Test als überraschend angreifbar. Jetzt nimmt das Nationale Testinstitut für Cybersicherheit die Praxis-Informationssysteme ins Visier. Es sucht dafür Arztpraxen.