BAG: Gesundheitskosten steigen um 5,2 Prozent

Gemäss dem aktuellen Kostenmonitoring des Bundesamtes für Gesundheit wuchsen die Ausgaben für Spitex-Leistungen am stärksten, gefolgt von der Psychotherapie.

, 10. Februar 2026 um 15:57
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Die Analyse nach Kostengruppen zeigt, dass die Organisationen für Krankenpflege und Hilfe (Spitex) prozentual den stärksten Anstieg verzeichnen (plus 13 Prozent/173 Franken). Bild: Screenshot/SRF
Die Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind weiter gestiegen. Im vierten Quartal 2025 lagen sie im Jahresvergleich um 5,2 Prozent höher, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt.
Pro versicherte Person beliefen sich die durchschnittlichen Gesundheitskosten in den vergangenen zwölf Monaten auf 4968 Franken – 247 Franken mehr als im Vorjahr.

Anstieg bei Spitex-Leistungen

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den Spitex-Leistungen aus. Mit einem Plus von 13 Prozent verzeichnete die ambulante Pflege den stärksten Zuwachs aller Kostengruppen. Auch die psychologische Psychotherapie (+9,8 %) sowie weitere therapeutische Leistungen wie Physiotherapie, Laboruntersuchungen oder Ernährungsberatung (+9,3 %) legten überdurchschnittlich zu.
Den grössten Anteil an den Gesamtausgaben machen weiterhin ambulante ärztliche Behandlungen aus (1073 Franken pro Person), gefolgt von ambulanten und stationären Spitalleistungen sowie den Arzneimittelausgaben in Apotheken.
Das BAG veröffentlicht die Zahlen im Rahmen seines quartalsweisen Kostenmonitorings, das auf nahezu vollständigen Daten aller Versicherten basiert. Ziel ist es, die Kostenentwicklung transparent darzustellen und als Grundlage für gesundheitspolitische Entscheide zu dienen.
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