Der Notfall-Finder startet nun auch im Emmental

Mit einem Online-Fragebogen zur Selbsteinschätzung und Live-Daten zur Auslastung des Notfalls will das Spital Emmental den Patienten mehr Sicherheit geben – und die Stationen entlasten.

, 27. Februar 2026 um 00:06
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Notfall-Betreuung im Spital Emmental  |  Bild: PD
Das Spital Emmental führt in der kommenden Woche den digitalen «Notfall-Finder» ein: Die Webapplikation informiert live über die aktuelle Auslastung der Notfallstationen in Burgdorf und Langnau.
Damit wird ein Projekt ausgeweitet, das im Oktober letzten Jahres in der Stadt und Agglomeration Bern startete und inzwischen auch den Berner Jura und das Seeland abdeckt – offenbar mit Erfolg.
Dabei kann man einerseits per Online-Fragebogen eine Selbsteinschätzung starten, um zu prüfen, ob eine medizinische Notfallbehandlung nötig ist oder ob vielleicht eher eine Apotheke aufgesucht werden könnte. Andererseits gibt das System an, wie hoch momentan die Auslastung der verschiedenenn Notfallstationen ist.
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Live: Angaben des Berner Notfall-Finder an einem Donnerstag-Nachmittag.
«Ziel ist es, Patientinnen und Patienten im medizinischen Akutfall mehr Orientierung zu bieten und die Notfallstationen gezielt zu entlasten», so das Spital Emmental. Die beiden Notfallstationen des Spitals behandeln jährlich rund 20’000 Patientinnen und Patienten; ein grosser Teil meldet sich direkt auf dem Notfall.
«Unsere Notfallstationen sind für Menschen da, die dringend medizinische Hilfe benötigen. Der Notfall-Finder hilft, Unsicherheit abzubauen und die richtige Entscheidung zu treffen, bevor man zu uns kommt», sagt Felix Nohl, ärztlicher Leiter der Notfallstationen des Spitals Emmental. «Wenn weniger Bagatellfälle auf dem Notfall landen, profitieren alle: Das Personal wird entlastet und die Wartezeiten für Patientinnen und Patienten verkürzen sich.»
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