Biel: Spitalzentrum engagiert sich bei Spitex

Der Verein Spitex Biel-Bienne übernimmt die private Provitas Spitex – unterstützt vom SZB. Ziel: mehr Teamwork von Spital und Spitex.

, 1. Juli 2025 um 10:18
image
Einsatz von Spitex Biel-Bienne Regio  |  Bild: PD / Stephan Bögli
Der Verein Spitex Biel-Bienne Regio übernimmt die Provitas Spitex AG. Mit an Bord ist auch das Spitalzentrum Biel (SZB): Es unterstützt den Kauf finanziell.
Dahinter steht die Idee, dass Spitalzentrum und Spitex-Verein die integrierte Versorgung in der Region gemeinsam ausbauen wollen. Nun werden Möglichkeiten geprüft, um an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung besser zu kooperieren; eine Zusammenarbeit denkbar ist zum Beispiel im Bereich Patientenübergabe oder beim mobilen palliativen Dienst.
«Wir sind davon überzeugt, dass dieser Schritt neue Chancen eröffnet – für eine moderne, solidarische und wirkungsvolle Spitex der Zukunft und eine gestärkte integrierte Versorgung in der Region Biel», sagt der Geschäftsführer der Spitex Biel-Bienne Regio, Christoph Napierala.

Löhne und Konditionen unverändert

Zur Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart; auch wird nicht bekannt gegeben, welcher Art die Unterstützung des SZB ist (Beteiligung? Fremdkapital?).
Bei der Provitas Spitex wird Gründerin Esther Hess die Leitung im Verlauf der kommenden beiden Jahre übergeben. Sowohl Provitas als auch die Spitex Biel-Bienne Regio bleiben mit der aktuellen Marke bestehen. Dasselbe gilt für alle Verträge, Löhne und Konditionen beider Firmen: Es seien keine Veränderungen vorgesehen, so die Mitteilung.
Am Ende sollen beide Organisationen von Synergien profitieren. So wird in den nächsten Monaten geprüft, ob in der Administration gewisse Bereiche gemeinsam genutzt werden können.
Der Verein Spitex Biel-Bienne Regio ist mit rund 200 Angestellten die grösste öffentliche Spitexorganisation in der Gegend; die Provitas Spitex AG beschäftigt gut 40 Personen.
  • spitex
  • spitalzentrum biel
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Bundesrat soll niedrigere Tarife für Angehörigenpflege verordnen

Krankenkassen und Kantone sollen nicht mehr über Qualität und Preis von Angehörigenpflege streiten: Der Bundesrat soll die Regeln aufstellen. Dies fordern zwei Motionen.

image

Spitex Verband Zürich reagiert auf GeKoZH-Bericht

Der Spitex Verband Kanton Zürich reagiert auf die Kritik der Gesundheitskonferenz an privaten Spitex-Firmen ohne Leistungsauftrag.

image

Spitex: Hohe Managerlöhne, «gravierende Misstände»

Zu hohe Löhne, fehlerhafte Abrechnungen, fragwürdige Pflegenormkosten: Eine Analyse der Gesundheitskonferenz Kanton Zürich deckt erhebliche Mängel bei privaten Spitex-Firmen auf.

image

Spitalzentrum Biel beteiligt sich an Spitex

Mit dem Einstieg bei der Spitex Biel-Bienne Regio treibt das SZB die Entwicklung eines vernetzten Versorgungsmodells voran. Die Zusammenarbeit wird vertieft – mittelfristig könnte ein Hospital@Home-Angebot entstehen.

image

Spitex: «Book a Doc» soll unnötige Spitaleinweisungen verhindern

Die Spitex Limmat Aare Reuss setzt neu auf Telemedizin: Mit «Book a Doc» können die Pflegefachpersonen ärztliche Beratung direkt in die Wohnungen von Klienten holen.

image

Gregor Gafner übernimmt Geschäftsführung der Spitex Zürichsee

Die Spitex Zürichsee beendet ihre Übergangsphase in der operativen Führung: Gregor Gafner übernimmt per Anfang Januar 2026 die Geschäftsführung der Organisation.

Vom gleichen Autor

image

KI macht den Blick frei für die Patienten

Weniger Maus, weniger Bildschirm: Eine USZ-Studie zeigt, wie KI-gestützte Dokumentation den Ärzten Zeit spart – und den Kontakt zu den Patienten verbessert.

image

Swica startet einen «Expert Finder»

Die Krankenkasse hat ein digitales Verzeichnis für Gesundheits-Anbieter entwickelt. Die Plattform kombiniert Arztsuche, Spitalverzeichnis und einen Filter nach Versicherungsdeckung.

image

Trend zum Zweitage-Wochenbett erreicht auch Sursee

Viele Frauen wünschten sich eine rasche Rückkehr in die vertraute Umgebung: Deshalb wird nun auch im Spital Sursee nach unkomplizierten Geburten ein Austritt nach zwei Nächten angestrebt.