Spital Limmattal wächst weiter

Der Spitalverband Limmattal erreicht im vergangenen Geschäftsjahr eine Ebitda-Marge von über zehn Prozent – trotz herausfordernden Rahmenbedingungen.

, 31. März 2023 um 13:59
image
Spital Limmattal. | zvg
Das Spital Limmattal hat im vergangenen Geschäftsjahr mit 226 Millionen Franken 6 Prozent mehr Umsatz erzielt. Unter dem Strich beträgt der Gewinn 3,1 Millionen Franken, 7,5 Millionen Franken weniger als noch im Vorjahr. Die Ebitda-Marge erreicht dafür immer noch hohe 10.6 Prozent. Seit 2019 gelingt es dem Spital Margen über 9.5 Prozent zu erzielen. Damit sei die Finanzierung der erneuerten Infrastruktur gewährleistet, teilt der Spitalverband mit.
Höchstwerte wurden im vergangenen Gechäftsjahr im Notfall, im Rettungsdienst und in den operativ tätigen Bereichen verzeichnet. Auch im Bereich der akutstationären Behandlungen resultiert eine neue Rekordzahl. Und die Geburtenrate stieg entgegen dem Trend im Kanton Zürich weiter an.
Der Spitalverband Limmattal ist als Zweckverband organisiert und damit im Besitz von elf Gemeinden. Diese müssen sich aufgrund der hohen Stabilität finanziell nicht beteiligen und werden dadurch finanziell nicht belastet, wie das Spital weiter mitteilt.
Kennzahlen im Vergleich
2022
2021
Anzahl Fälle ambulant
284 550
290 311
Anzahl Fälle stationär
12 780
12 062
Case-Mix-Index
0.89
0.91
Ertrag
226,1 Mio. Fr.
213 Mio. Fr.
Gewinn/Verlust
3.1 Mio. Fr.
10.6 Mio. Fr.
Ebitda-Marge
10.6 %
11.9 %
Mitarbeitende (Vollzeit)
1 577
1 564
  • spital
  • spitalverband limmattal
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Interprofessionelle Visiten auf dem Prüfstand

Die Visiten werden geschätzt, aber nicht alle Beteiligten sind gleich zufrieden. Vor allem die Pflege bemängelt ihre Einbindung und sichtet Verbesserungs-Chancen. Dies zeigt eine Umfrage in Schweizer Spitälern.

image

Sparprogramme reichen nicht: Das Spitaljahr im Check

Kooperationen, weniger Angebote, effizientere Abläufe, Schliessungen, Nullrunden bei den Löhnen: Die öffentlichen Akutspitäler haben viel getan, um die Finanznot zu bekämpfen. Fazit: So geht es trotzdem nicht weiter.

image

Spitäler 2025 und 2026: Bessere Margen – aber grosse Tarif-Fragezeichen

Die Finanzchefs der Schweizer Spitäler erwarten fürs Erste eine etwas bessere Rentabilität. Zugleich sorgt das neue Tarifsystem für Unsicherheit. Die Erwartungen reichen von Mehreinnahmen bis zu spürbaren Einbussen.

image

Spitalhygiene: Geschlechtsneutrale WCs bergen ein Risiko

In schottischen Krankenhäusern wurden Damen-, Herren- und Unisex-Toiletten auf Keime geprüft. Heraus kamen drastische Unterschiede.

image

Eine Zusammenarbeit, vernetzt wie das Gefässsystem

Wie in den meisten anderen medizinischen Fachbereichen setzt das Spital Lachen auch in seinem Gefässzentrum auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie garantiert den Patientinnen und Patienten eine professionelle und ganzheitliche Diagnostik, Behandlung und Nachbehandlung.

image

Ressourceneffizienz bei Schweizer Spitälern

Interview von Unite mit Andrea Raida M.Sc., Projektleiterin Health Care Logistics am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, über Ergebnisse des Forschungsprojekts «Green Hospital»

Vom gleichen Autor

image

Kantonsspital Glarus verliert GL-Mitglied

Thomas Kühnis, Chef der Finanzen, Informatik und Betriebe, verlässt nach neun Jahren die Geschäftsleitung des Kantonsspitals Glarus.

image

Neue Ärzte-Tarife auf dem Weg zur Genehmigung

Die Tarifpartner beantragen wie geplant die Genehmigung eines Tarifsystems aus ambulanten Pauschalen und Tardoc.

image

Schatten über dem Verkauf des Spitals Flawil

Wurden beim Verkauf des Spitals Flawil die Vertragspartner getäuscht? Mehrere Kantonsparlamentarier verlangen Antworten von der St.Galler Regierung.