Reha Rheinfelden fördert innovative Sturzprävention

Der diesjährige Forschungspreis würdigt eine Studie, die mithilfe moderner Sensorik und kognitiver Tests neue Impulse für die klinische Praxis liefert.

, 9. Februar 2026 um 08:41
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Forchungsleiterin Eleftheria Giannouli von der ETH-Zürich. Bild: PD
Die Reha Rheinfelden fördert mit ihrem Forschungspreis gezielt Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung der rehabilitativen Versorgung leisten.
Der diesjährige, mittlerweile 14. Forschungspreis geht an ein Forschungsteam, das der Frage nachging, inwiefern sensorbasierte Tests zur Messung körperlicher und geistiger Veränderungen die Einschätzung des Sturzrisikos verbessern können. Das Preisgeld beträgt 5000 Franken.
Julia SeinscheElena KyprianouEling D de BruinEnrico SaibeneFrancesco RizzoIlaria CarpinellaLisa LutzMaurizio FerrarinRiccardo VillaSavvina ChrysostomouSotiria MozaEleftheria Giannouli: «Discriminative ability of instrumented cognitive-motor assessments to distinguish fallers from non-fallers»
Stürze gehören im höheren Alter bekanntermassen zu den häufigsten Ursachen für Verletzungen und können schwerwiegende Folgen haben. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Forschungsgruppe, wie sturzgefährdete ältere Menschen zuverlässiger identifiziert werden können.
Die Ergebnisse zeigen, dass Tests, die sowohl die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit erfassen, herkömmlichen Alters- und Sturzassessments überlegen sind. Ergänzend setzten die Forschenden Bewegungssensoren ein, um noch präzisere Messwerte zu erhalten. An der Studie nahmen 137 ältere Personen teil, die verschiedene Bewegungs- und Reaktionstests auf einer sensorgestützten Messplattform absolvierten.

Die Preisträger

ETH Zürich: Julia Seinsche, Eleftheria Giannouli (Forschungsleiterin)
Fondazione Don Carlo Gnocchi, Mailand: Ilaria Carpinella, Maurizio Ferrarin, Francesco Rizzo, Enrico Saibene, Riccardo Villa
Materia Group, Nikosia: Savvina Chrysostomou, Elena Kyprianou, Sotiria Moza
ZHW Winterthur: Lisa Lutz
Insbesondere Tests mit einer Denkkomponente erwiesen sich als deutlich besser geeignet, um sturzgefährdete von nicht sturzgefährdeten Personen zu unterscheiden. Dies gilt vor allem für den sogenannten Go/No-Go-Test.
«Die Studie unterstreicht die Bedeutung des Zusammenspiels von Denken und Bewegung für die Sturzprävention, insbesondere bei älteren Menschen mit noch guter körperlicher Funktion», schreibt die Reha Rheinfelden in einer Mitteilung.
Für die klinische Praxis liefere dies wichtige Hinweise: Die kombinierte Erfassung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sei ein vielversprechender Ansatz, um Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte präventive Massnahmen einzuleiten.
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