Digital Health in der Schweiz
Das Schweizer Gesundheitswesen steht unter Druck, ihre Digitalisierung voranzutreiben. Es zeigen sich unter anderem Lücken bei der Strategie, Prozessen, Angeboten für Patient*innen und bei der IT-Resilienz.
Digitalisierungstrends wie Hyperpersonalisierung, datenbasierte Effizienz, sektorübergreifende Vernetzung und die 4P-Medizin (predictive, preventative, personalised, participatory) verdeutlichen, welche Handlungsfelder besonders relevant sind und welche Lücken dringend geschlossen werden müssen.
Digitalisierungstrends und relevante Handlungsfelder
Fragmentierter Digitalisierungsfortschritt
Analysen von Swisscom aus 2024 und 2025 zeigen: In vielen Universitäts-, Regional- und Zentrumsspitälern, Reha-Kliniken sowie in Psychiatrischen Einrichtungen gibt es zwar Digitalisierungsinitiativen, aber der Fortschritt bleibt häufig fragmentiert.
- fehlende oder unausgereifte Digitalisierungsstrategie
- geringer Einsatz von Prozessautomatisierung bei Arbeitsabläufen
- unvollständige End-to-End-Abbildung klinischer Prozesse
- begrenzte Nutzung von Telehealth
- kaum digitale Patientenpartizipation
- unzureichende IT-Resilienz
Digitalisierungslücken gezielt schliessen
Um diese Lücken gezielt zu schliessen, empfiehlt sich eine objektive Standortbestimmung. Genau hier setzt das Digital Health Assessment an: «Es identifiziert schnell und transparent, wo Investitionen in Digitalisierungsvorhaben im Gesundheitssektor am sinnvollsten sind», erklärt Sandra Rudolf-Schütz, Head of Vertical Healthcare, Swisscom.
➡️ Erfahren Sie hier mehr zum Swisscom Digital Health Assessment. Das Assessment als unabhängige Standortbestimmung
Das Assessment ermöglicht eine unabhängige Standortbestimmung von Gesundheitsinstitution entlang der acht Dimensionen, die auch im Digital Health Radar für die Branchenanalyse herangezogen wurden.
Sandra Rudolf-Schütz ergänzt: «Das Assessment hilft dabei, bestehende Lücken in der digitalen Infrastruktur zu erkennen und bietet Lösungsansätze zur Harmonisierung von Systemen, um die Effizienz und Produktivität zu steigern. So wird eine umfassende und nachhaltige digitale Transformation unterstützt.»
Die acht Dimensionen des Swisscom Digital Health Assessment
In wenigen Schritten zur Standortbestimmung
In vier aufeinander abgestimmten Phasen erhalten Schweizer Gesundheitsinstitutionen eine unabhängige Standortbestimmung und eine klare Roadmap für ihre weitere digitale Entwicklung – damit Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie den grössten strategischen und wirtschaftlichen Nutzen erzielen.
Zu Beginn wird ein Interviewtermin vereinbart. Zur optimalen Vorbereitung stellt Swisscom einen strukturierten Fragebogen bereit, der einen umfassenden Überblick über die Ausgangslage der jeweiligen Organisation ermöglicht.
Auf Basis dieser Informationen folgen vertiefte Gespräche mit der Geschäftsleitung, in denen zentrale Themen gemeinsam analysiert werden. Den Abschluss bildet ein detaillierter Bericht mit Empfehlungen und priorisierten Handlungsfeldern.
Wichtige Handlungsfelder für die digitale Transformation
Mit dem Assessment legen Gesundheitsinstitutionen die Grundlage für eine kosteneffiziente und nachhaltig wirksame digitale Transformation. Sie können darauf basierend gezielt vier zentrale Handlungsfelder angehen: Patient Journey, Operational Excellence, Integrated Care und Operational Reliability.
Diese kristallisieren sich aus den digitalen Trends wie Hyperpersonalisierung, datenbasierte Effizienz & präventive Medizin, Ökosysteme & sektorübergreifende Vernetzung sowie Data-Driven Healthcare & 4P-Medizin heraus.
Swisscom stellt jeweils konkrete technologische und praxiserprobte Lösungen bereit – von der sicheren Datenintegration bis zur intelligenten Prozessautomatisierung.
Handlungsfeld «Patient Journey»
Der Trend zur Hyperpersonalisierung führt zu einer stärker individuell zugeschnittenen Versorgung. Entscheidend ist, dass Patientendaten entlang des gesamten Patient Journey kontinuierlich erfasst und nutzbar gemacht werden für hyperpersonalisierte Therapien.
Swisscom setzt hier auf Ansätze des Human-Centered Design, um Behandlungslösungen mit echtem Mehrwert für Patient*innen zu entwickeln.
Handlungsfeld «Operational Excellence»
Die Versorgung wandelt sich von reaktiver Behandlung zu proaktiver Prävention. Durch die systematische Nutzung von Gesundheitsdaten lassen sich Risikofaktoren früher erkennen und die Behandlungsqualität erhöhen. Im Mittelpunkt steht eine datenbasierte Effizienz – in Medizin, Pflege und Administration.
Mit digitalen Assessments und automatisierten Prozessen unterstützt Swisscom Gesundheitseinrichtungen dabei, Abläufe zu vereinfachen, Kosten zu senken und die Zufriedenheit von Patient*innen und Mitarbeitenden zu stärken
Handlungsfeld «Integrated Care»
Die zukünftige Gesundheitsversorgung basiert auf integrierten Ökosystemen, in denen Spitäler, Praxen, Versicherungen und Technologiepartner über institutionelle Grenzen hinweg zusammenarbeiten. Voraussetzung dafür sind offene Datenplattformen mit standardisierten Schnittstellen und sicherem Datenaustausch.
Als Technologiepartnerin unterstützt Swisscom diese Entwicklung und fördert so eine integrierte Versorgung, die Patient*innen, Partner und Prozesse nahtlos zusammenführt.
Handlungsfeld «Operational Reliability»
Die 4P‑Medizin – predictive, preventive, personalised, participatory – verlangt stabile digitale Grundlagen: sichere Infrastrukturen, hohe Systemverfügbarkeit und verlässliche Data Governance.
Swisscom unterstützt Institutionen dabei mit Cloud‑ und Sicherheitsservices, Notfallkonzepten sowie KI‑/ML-Analysen auf der Swiss AI Platform.
Handlungsfelder und Lösungen von Swisscom in der Übersicht
Von der Standortbestimmung zur Umsetzung
Die Digitalisierung des Schweizer Gesundheitswesens ist kein Selbstzweck, sondern ein strategischer Hebel zur Verbesserung von Versorgungsqualität, Patientenerlebnis und Wirtschaftlichkeit. Das Swisscom Digital Health Assessment schafft Transparenz über den Digitalisierungsfortschritt und ermöglicht, gezielt Digitalisierungspotenziale auszuschöpfen.