Krebsliga lanciert neue Kampagne und Partnerschaft

Die neue Kampagne der Krebsliga Schweiz will nicht mitleidig, sondern menschlich sein.

, 4. Februar 2026 um 14:16
image
Ein Beispiel der neuen Kampagne: «Seit ihrer ersten Diagnose sieht Dolma klarer, was ihr wichtig ist. Trotz Metastase geht die 48-Jährige ihren Weg weiter: mit Humor, Neugier und Lebensfreude.» Bild: PD
Am heutigen Weltkrebstag, dem 4. Februar 2026, startet die Krebsliga Schweiz ihre neue Kampagne. Sie bildet den Beginn einer mehrjährigen Kommunikationsplattform, die kontinuierlich erweitert werden soll. «Ziel ist es, Nähe, Vertrauen und Relevanz zu schaffen und die Krebsliga als starke, empathische Organisation im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.»

Menschlich statt mitleidig

Mirjam Lämmle, CEO der Krebsliga Schweiz: «Diese Kampagne will nicht mitleidig, sondern menschlich sein. Sie zeigt, dass man über Krebs sprechen kann – ohne Angst, ohne Distanz».
Laut Medienmitteilung handelt es sich bei den Protagonistinnen der Kampagne um «Menschen aus der Schweiz, die selbst an Krebs erkrankt sind oder waren. Sie haben sich freiwillig gemeldet, um ihre Geschichte, ihr Gesicht und ihre Gefühle zu teilen – ehrlich, verletzlich und stark zugleich.»

Gemeinsam mit der KPT

Ebenfalls zum Weltkrebstag geben die Krebsliga Schweiz und der Krankenversicherer KPT eine strategische Partnerschaft bekannt. Die beiden Organisationen wollen ihre Kräfte bündeln, um Wissen zu fördern, die Vorsorge zu stärken und Menschen mit einer Krebserkrankung sowie ihre Angehörigen wirksam zu unterstützen. Geplant sind gemeinsame Projekte, Informationsangebote und Sensibilisierungskampagnen.

48'000 Krebskranke pro Jahr

Jedes Jahr hören in der Schweiz 48'000 Menschen die Worte «Sie haben Krebs». Das entspricht etwa 130 Diagnosen pro Tag. Rund eine halbe Million sogenannte Cancer Survivors leben in der Schweiz. Das ist mehr als die gesamte Bevölkerung der Stadt Zürich.
  • krebsliga
  • kpt
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Neue CEO für die Krebsliga Schweiz

Mirjam Weber wird im September die Nachfolge von Daniela de la Cruz antreten.

image

CEO der Krebsliga wird COO der Tertianum Gruppe

Daniela de la Cruz übernimmt ihre neue Funktion im September.

image

Heinz Locher: «Es ist eine Übernahme, die Visana schluckt die Atupri»

Krankenkassen mit traditionellen Geschäftsmodellen geraten unter Druck. Es gibt mehrere Übernahmekandidaten, sagt der Gesundheitsökonom Heinz Locher.

image

Atupri verlor einen Fünftel ihrer Kunden – auf einen Schlag

Nun ist klar, auf wessen Kosten die KPT ihre Neuversicherten gewann: Bluten mussten Assura, Helsana und vor allem Atupri.

image

Chefarzt wird neuer Präsident der Krebsliga Schweiz

Georg Stüssi übernimmt das Präsidium der Dachorganisation, die unter anderem die Prävention und die unabhängige Krebsforschung fördert.

image

Auch über 70-Jährige sollen zur Darmkrebsvorsorge

Aktuell deckt die obligatorische Grundversicherung die Dickdarmkrebs-Früherkennung nur bei 50- bis 69-Jährigen. Das wollen Organisationen um die Krebsliga nun ändern.

Vom gleichen Autor

image

Die Top-5-Liste der Kopfwehgesellschaft

Keine Entfernung von Amalgamfüllungen zur Behandlung von Kopfschmerzen - und vier weitere Empfehlungen der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft.

image

Das Geburtshaus zügelt ins Spital

Trotz chronischer Finanznot und veränderter Rahmenbedingungen gibt die Genossenschaft Geburtshaus Maternité Alpine nicht auf.

image

USB: 35 Prozent weniger Todesfälle dank interdisziplinärer Betreuung

Wird die Kardiologie nach Operationen konsequent eingebunden, sinken Herzkomplikationen und Sterblichkeit deutlich. Das belegt eine neue Studie des Universitätsspitals Basel.