Der Umsatz stieg um über vier Prozent. Der Gewinn war mit rund 20 Millionen Franken deutlich höher als im Vorjahr, als das USB «nur» knapp 7 Millionen gutmachte. Der Grund für den guten Abschluss des Universitätsspitals: Es verzeichnete letztes Jahr rund 850 stationäre Fälle mehr. Das entspricht einer Zunahme von 2,2 Prozent.
USB steigert das Niveau seiner Fälle
Besonders stolz ist das USB, dass auch die Schwere der behandelten Fälle zugenommen hat. Denn das zeige den hochspezialisierten Charakter der Medizin am USB. Der so genannte Case-Mix-Index (CMI), der die Fallschwere misst, ist angestiegen und liegt jetzt bei 1.338. Das ist deutlich mehr als der CMI 1.301 im Vorjahr.
Das USB sei damit im Mittelfeld der Schweizer Unispitäler angesiedelt, heisst es in der Medienmitteilung. Direktor Werner Kübler sagt dazu: «Mit dem Niveau sind wir aufgrund unserer regionalen Aufgabe und Position sehr zufrieden.»
Neues Bauchzentrum Clarunis sorgt für mehr und schwierigere Operationen
Ein Grund für den höheren CMI ist die Zusammenarbeit mit dem Claraspital im gemeinsamen Universitären Bauchzentrum Clarunis. Es ist das erste Betriebsjahr des gemeinsamen Zentrums, das auf Behandlung im Bauchbereich spezialisiert ist.
Weniger euphorisch äussern sich die USB-Verantwortlichen über die im September eröffnete Klinik für Regeneration und Ästhetik. Ein Fazit will USB-Verwaltungsratspräsident Robert-Jan Bumbacher noch nicht ziehen. Er gibt sich verhalten: Die geplante Professur für Ästhetische Chirurgie sei noch nicht vergeben. Und Brumbacher kündete an, dass die Details dieser Professur nochmals genau angeschaut werden müssten.
Schönheitsklinik war von Anfang an in der Kritik
Bei der Eröffnung wurde bereits kritisch diskutiert, ob eine Schönheitsklinik zum Forschungsauftrag eines Universitätsspitals passe und ob nicht rein finanzielle Interessen hinter dieser Klinik stünden. Medinside berichtete
hier darüber.