USB: Schluss mit kulinarischer Gleichberechtigung

Am Universitätsspital Basel gilt neuerdings: Allgemeinversicherte bezahlen einen Zuschlag, wenn sie vom Grundmenüplan abweichen wollen. Die Patienten freut's offenbar weniger.

, 23. Juni 2016, 09:00
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Am Universitätsspital Basel (USB) müssen Allgemeinversicherte seit Montag bezahlen, wenn sie die gleiche Auswahl bei den Menüs haben wollen wie Halbprivat- oder Privatpatienten. Dies berichtet die «bz Basellandschaftliche Zeitung‎».
Das heisst dann konkret: Das Gipfeli, das Birchermüesli oder Cornflakes kosten extra. Und will man das «Feinschmeckermenu» auf dem Beistelltischchen sehen, dann bezahlen auch Halbprivate zehn Franken extra, Allgemeinversicherte gar 16 Franken.
«Bei der Umstellung der Getränke- und Speisekarte wurde auch auf eine stärkere Differenzierung zwischen Allgemein-, Halbprivat- und Privatversicherten geachtet», sagt Mediensprecher Martin Jordan der Zeitung. 

Unzufriedene Patienten?

Man habe nämlich bis anhin die «Unterschiede bei den Versicherungsklassen beim Verpflegungsangebot zu wenig berücksichtigt.» Damit macht es das Unispital den Privatspitälern und -abteilungen gleich. Dort sind solche gastronomische Differenzierung nach Versicherungsklassen gang und gäbe.
Den Patienten am Unispital Basel passt dies aber offenbar überhaupt nicht: Die «bz Basellandschaftliche Zeitung‎» zitiert USB-interne Quellen, die davon sprechen, dass zwei Personen nahezu den ganzen Tag damit beschäftigt seien, Reklamationen von Patienten zu diesem Thema zu bearbeiten. Bis zu ihm seien bisher aber keine Klagen gedrungen, sagt Mediensprecher Jordan auf Anfrage der Zeitung. 
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