Mehrere Mitarbeitende des Freiburger Spitals HFR sind heute Dienstag an allen fünf Standorten im Streik. Die Gewerkschaft VPOD hatte gefordert, dass die Kantonsregierung zuerst mit dem Spitalpersonal verhandelt, bevor über ihre Zukunft entschieden wird.
Hintergrund des Streiks ist ein neues Personalgesetz und der künftige Status des Spitalpersonals. Der Freiburger Staatsrat schlägt vor, die 3'000 Spitalangestellten aus dem Gesetz über das Staatspersonal heraus zu nehmen. Damit sollen die Lohnkosten gesenkt werden.
HFR: «Streik ist nicht gerechtfertigt»
Der Streik hat laut HFR keine Auswirkungen auf die Patientenbetreuung. Sämtliche medizinischen Leistungen werden planmässig aufrechterhalten. Nach ersten Erkenntnissen haben sich rund ein Dutzend Mitarbeitende während ihrer Arbeitszeit aktiv am Streik beteiligt. Die Situation ist ruhig, wie eine HFR-Sprecherin am Vormittag gegenüber Medinside sagt.
Die Spitaldirektion zeige Verständnis dafür, dass die Vorschläge Ängste auslösen können, bedauere jedoch, dass der VPOD zum Streik aufgerufen hat. Das HFR erachtet den Streik als nicht gerechtfertigt, zumal noch kein politischer Entscheid getroffen wurde.