Das medizinische Personal steht derzeit an vorderster Front im Kampf gegen das Corona-Virus. Viele Unternehmen würdigen diesen Einsatz. So werden derzeit Mitarbeitende in Spitälern, in Praxen, bei der Spitex oder in Alters- und Pflegeheimen grosszügig beschenkt: mit gratis Gipfeli, Pizza oder Schokolade.
Gratis Pannenhilfe oder Ferien
Das Händlernetz von Renault wiederum stellt den Schweizer Hilfsorganisationen Caritas, Rotes Kreuz und Spitex 100 elektrische Fahrzeuge für Corona-Sondereinsätze kostenlos zur Verfügung. Und alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen können
ab sofort unentgeltlich die Pannenhilfe des Touring Club Schweiz (TCS) nutzen. Diese Pannenfälle würden zudem prioritär behandelt.
Der Reifenhändler Michelin stellt im Falle einer Reifenpanne 200 Reifen für Rettungsdienste gratis zur Verfügung. Es gibt auch viele Autogaragen, die Fahrzeuge von medizinischen Fachkräften kostenlos putzen lassen. Oder Restaurants kochen gratis für das medizinische Personal. Alle wollen sich auf ihre Weise in diese Krise einbringen. Ein Tierhotel im Kanton Solothurn betreut
die Tiere des Pflege- und Gesundheitspersonals sowie von Militärdienst- und Zivilschutzleistenden derzeit kostenlos. Und das Ferienort Engelberg verschenkt
1'000 Ferienwochen an Fachkräfte im Gesundheitswesen.
Gefahrenzulage gefordert
Auch die breite Bevölkerung äussert mit Klatschkonzerten den Dank gegenüber dem Gesundheitspersonal. Doch der Applaus reicht nicht aus, findet der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD. Die Gewerkschaft fordert
in einer Petition nun eine Gefahrenzulage für alle, die in den Gesundheitsinstitutionen tätig sind. Dies, weil der Bundesrat derzeit die vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten in Spitälern
vorübergehend aufgehoben hat.