Mehr Lohn bei den Solothurner Spitälern

Die Mitarbeitenden der Solothurner Spitäler (soH) erhalten ab dem nächsten Jahr ein Prozent mehr Lohn. Es ist die erste Lohnerhöhung seit sechs Jahren.

, 21. August 2018 um 09:45
image
  • spital
  • solothurner spitäler
  • lohn
  • solothurn
Der Solothurner Regierungsrat und die Personalverbände einigten sich nach zwei Verhandlungsrunden darauf, die Grundlöhne um ein Prozent zu erhöhen. Dies teilt die Regierung am Dienstag mit. Die Lohnerhöhung gilt für das Staatspersonal, die Lehrerschaft der Kantons- und der Volksschulen sowie für die Mitarbeitenden der Solothurner Spitäler (soH).  
Die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Kantons sei zwar nach wie vor angespannt, heisst es von seiten des Kantons. «Da jedoch seit 2012 keine Lohnerhöhungen mehr gewährt wurden und die Teuerungsentwicklung positiv verläuft, sollen die Löhne um ein Prozent erhöht werden.»
Für die Lohnverhandlungen werden verschiedene Eckwerte herangezogen: Einerseits betrug die Jahresteuerung 0.9615 Prozent. Hinzu kommen der Landesindex für Konsumentenpreise, die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Kantons sowie die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

250'000 Franken Einstiegslohn: Ärzte sollen Angestellte sein

Gesundheitspolitiker Mauro Poggia fordert, Ärzte künftig fest anzustellen. Denn das heutige Tarifsystem verleite zu unnötigen Behandlungen und treibe die Kosten in die Höhe.

image

Flexibilität oder Fairness? Debatte um Löhne an Zürcher Spitälern

In Zürich will eine Initiative den Spitalangestellten per Gesetz den Teuerungsausgleich sichern. Der Kantonsrat hob die Vorlage jetzt über die erste Hürde – ganz knapp.

image

SP greift nach LUKS-Löhnen: Initiative gegen Spitzenlöhne und «Postenschacher»

Auslöser für die Initiative der SP Kanton Luzern sind nicht zuletzt die angekündigten Gehaltserhöhungen für das Topmanagement im Luzerner Kantonsspital und in der Psychiatrie.

image

Lohnrunde 2025: Die erste Forderung liegt auf dem Tisch

Der Verband Angestellte Schweiz eröffnet die Saison der Lohnverhandlungen: Er verlangt bis 1,2 Prozent mehr Lohn – und psychologische Sicherheiten.

image

«Schauen Sie genau, wen Sie heiraten – das meine ich ernst.»

Seilschaften, starre Regeln und intransparente Gehälter bremsen Frauen auf dem Weg zur Chefarztposition. Rückhalt daheim ist entscheidend – und Teilzeit ist problematisch: Das sagt Susanne Renaud, Chefärztin Neurologie am Spital Neuenburg.

image

Bern: 51 Chefärzte verdienen mehr als ein Bundesrat

Der Durchschnitts-Lohn von Chefärztinnen und Chefärzten in den Listenspitälern des Kantons Bern liegt bei 413’000 Franken.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.