Leila Maria Soravia war bisher die Leiterin Forschung der Klinik Südhang. Nun übernimmt sie die Co-Leitung der Regionalen Ambulanten Dienste Südhang. Die Ambulatorien befinden sich in Bern, Biel und Burgdorf. Sie wird die ambulanten und tagesklinischen Angebote zusammen mit Thomas Krebs leiten.
Eines der Spezialgebiete von Leila Soravia ist die Auswirkung von Stress auf die seelische Gesundheit. «Ein Leben ohne Stress würde uns nicht glücklich machen», erklärte Leila Soravia in einem Artikel der «Tamedia»-Medien.
«Stress lädt uns auf und treibt uns zu aussergewöhnlichen Leistungen an»
Interessant dabei: Sie findet es nicht angebracht, Stress als Feind eines guten Lebens zu betrachten. «Stress lädt uns auf, gibt uns Energie, treibt uns zu aussergewöhnlichen Leistungen an», sagt sie. Wichtig sei aber, dass man sich auch Pausen gönne.
Das Problem heute, sagt sie, sei nicht der Stress, sondern die pausenlose Belastung auf hoher Frequenz. «Wir fluten den Körper mit Stresshormonen, aber wir haben gar keine Zeit, sie mit körperlicher Aktivität zu verarbeiten, ehe wir uns den nächsten Schub zumuten», erklärt Leila Soravia. Das setze der Psyche, aber auch dem Körper zu. Er reagiert beispielsweise mit hohem Blutdruck, Erschöpfung, Depression oder Ängsten. Stress versteht sie als psychisches und physisches Phänomen.
Soravia bleibt Leiterin Forschung
Ihre Funktion als Leiterin Forschung in der Klinik Südhang behält sie. So können die Erkenntnisse aus der Forschungsabteilung in die Behandlungen einfliessen. Die Ambulatorien der Klinik Südhang bieten suchtmedizinische Abklärungen und Therapien bei Alkohol-, Medikamenten- und anderen Suchtproblemen an.
Leila Soravia hat nach ihrem Psychologiestudium an der Universität Bern an der Universität Zürich in klinischer Psychologie und Biopsychologie doktoriert und dann an der Medizinischen Fakultät der Universität Bern habilitiert.
Seit 13 Jahren an der Universitätsklinik
Seit 2006 ist sie an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UPD Bern in der Forschung tätig und übernahm 2013 die Forschungsleitung der Klinik Südhang. Sie ist ausgebildete Psychotherapeutin und hat in dieser Funktion zuerst in der Poliklinik der UPD Bern und dann im Ambulatorium Bern der Klinik Südhang gearbeitet. Sie ist ausserdem Dozentin an der Universität Bern und an der Fern-Uni Schweiz.