Kirsty Keep stammt aus Maidstone in Kent, Grossbritannien, wird mit 12 Jahren im Garten von einem Insekt gebissen und leidet bis heute mit 23 Jahren an den Folgen wie die Nachrichtenagentur
SWNS berichtete.
Die Diagnose lautet Lupus, eine seltene chronische Autoimmunerkrankung. Für Kirsty beginnt ein Marathon durch Spitäler, mit 16 kommt Bell's Paisy dazu, eine temporäre Schwäche oder Lähmung der Muskeln einer Gesichtshälfte. Und schliesslich folgen mit 21 Jahren Krampfanfälle. Kirsty aus ihrem Bett im aktuellen
Maidstone and Tunbridge Wells Hospital: «Meine Knochen fühlen sich an, als wären sie geknickt und meine Muskeln herausgerissen.»
Verzweiflung, Wunsch nach Dignitas
Kirsty kann vor Schwäche keine Türe öffnen und ihre Familie sammelt aktuell Geld über die Plattform
gofundme, um einen Aufenthalt in einer spezialisierten Klinik in Deutschland zu finanzieren. Ihre Mutter vermutet noch immer, dass der Biss von einer Zecke stammt und Kirsty an der Infektionskrankheit Lyme-Borreliose leidet. Der Wiederhall im Internet ist enorm.
Die junge Frau hat ihre Familie gebeten, ihr Leben beim
Schweizer Verein Dignitas zu beenden. «Das ist nicht das, was sie von ihrer Tochter hören möchten», erklärt ihre Mutter. Die Familie gibt ihre Tochter und Schwester nicht auf — sie verbringt 90% ihrer Zeit im Bett und benötigt eine 24/7-Pflege. Gemeinsam und beharrlich suchen sie nach Chancen.
Lupus in der Schweiz
Die Selbsthilfeorganisation für Lupus erythematodes-Patientinnen und -Patienten,
lupus suisse, schätzt die Anzahl der Betroffenen in der Schweiz auf 2'000 Personen. Die Krankheitsquote liegt bei 0,25 pro 1'000 Personen, 90% davon sind Frauen. Lupus ist zurzeit nicht heilbar, weder psychosomatisch noch ansteckend noch direkt vererbbar und führt nicht zu Krebs.